Archiv der Kategorie: Praxis-Infos

Praxis-Info Januar 2020

Liebe Patientin, lieber Patient,

zunächst eine Information in eigener Sache.

Wie Sie sicher registriert haben stand ich ab Ende September 2019 für die ärztliche Betreuung unserer Patienten nicht zur Verfügung. Um weitere Spekulationen zu vermeiden möchte ich Ihnen an dieser Stelle die Gründe hierfür mitteilen.

Ich musste mich im September und nochmals im November 2019 wegen eines Bandscheibenleidens operativen Eingriffen unterziehen. Dank der ärztlichen Kunst der Operateure bin ich nun  soweit hergestellt, dass ich das Ärzteteam ab sofort wieder verstärken kann. In diesem Zusammenhang möchte ich den Ärztinnen und den medizinischen Fachangestellten der Praxis ausdrücklich für ihren Einsatz in diesen schwierigen Wochen danken. Nur durch ihr Engagement konnte die fortlaufende Betreuung unserer Patienten auf unverändert hohem Niveau sichergestellt werden.

 Wir  hoffen Sie sind auch Alle gut in das neue Jahr gestartet. Wir wünschen Ihnen für 2020 alles Gute, viel Glück und vor allem Gesundheit.

Denn, wie schon der Volksmund sagt, ist „Alles ohne Gesundheit Nichts“.

Prophylaxe ist dabei der preiswerteste und einfachste Weg zur Gesunderhaltung.

Sinnvoll ist eine solche Vorsorgeuntersuchung ab dem 35. Lebensjahr im Abstand von zwei Jahren. Ab dem 45. Lebensjahr empfehlen wir die Vorsorgeuntersuchung im jährlichen Abstand, solange keine persönlichen Risikofaktoren, wie zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen, ein Bluthochdruck oder familiäre Risikofaktoren (z.B. gehäufte Tumorerkrankungen) bei Ihnen vorliegen. In diesem Fall sollten Sie sich von uns individuell beraten lassen.

 Was ist unter einer solchen Prophylaxe zu verstehen?

Hierzu gehört einmal die Bestimmung Ihres „Impfstatus“ durch eine Antikörperuntersuchung mittels einer Blutabnahme, ebenso wie die Durchführung  der daraus resultierenden Impfungen. Denken Sie bereits jetzt an Ihre nächste Urlaubsreise. Ein Impfschutz gegen die Hepatitis A und B, gegen die Kinderlähmung (Polio), gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis und gegen die durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung  (FSME) sollte dabei Standard sein.

Für Personen ab dem 60. Lebensjahr ist zusätzlich eine Impfung gegen die durch Pneumokokken übertragene Lungenentzündung dringend zu empfehlen.

Neben diesen vorbeugenden Maßnahmen sind Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten eine weitere tragende Säule der Gesundheitsvorsorge.  Wir bieten Ihnen auch im Jahr 2019 dazu Untersuchungen im Rahmen eines so genannten  „Check – up“  an.

Hierzu gehören neben der körperlichen Untersuchung der Atmungsorgane und des Herz – Kreislaufsystems ein Belastungs-EKG (Ergometrie), eine Ultraschalluntersuchung des Herzens und der hirnversorgenden Gefäße  sowie eine Spirometrie zur Funktionsanalyse der Atmungsorgane und ein Schlafapnoescreening zum Ausschluß eines nächtlichen Sauerstoffmangels.

Durch eine sorgfältige körperliche Untersuchung, gestützt auf zusätzliche Untersuchungen mittels Ultraschall und Endoskopie, können außerdem Erkrankungen der Schilddrüse, des Gefäßsystems, der Bauchorgane, der Nieren und der ableitenden Harnwege einschließlich  der Prostata bei Männern sowie des Enddarmes schmerzfrei und ohne Belastung für Sie, frühzeitig erkannt und dann einer erfolgreichen Behandlung zugeführt werden. Abgerundet wird ein solcher „Check–up“ durch Blut/Urinuntersuchungen zum Ausschluss von Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes mellitus, Gicht und Fettstoffwechselstörungen.

Erkrankungen der Schilddrüse und verschiedener innerer Organe, wie z.B. der Nieren und der Leber,  können durch diese Laboruntersuchungen ebenso frühzeitig aufgedeckt werden, wie die Folgen eines Eisen- oder Vitaminmangels.

Die Früherkennung von Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel eine Infektion der Magenschleimhaut durch das Bakterium Helicobacter, die in letzter Konsequenz zu Magenkrebs führen kann, ist ebenfalls durch eine spezielle Laboruntersuchung (13C-Atemtest) bei einer solchen Vorsorgeuntersuchung möglich.

Durch die laborchemische Bestimmung der so genannten „Tumormarker“ können außerdem bösartige Erkrankungen der Prostata, der weiblichen Brust und verschiedener innerer Organe möglicherweise frühzeitiger erkannt und damit behandelt werden. Bei all den guten Vorsätzen, die zumeist am Beginn eines neuen Jahres stehen, sollte der Vorsatz im neuen Jahr etwas für die eigene Gesundheit zu tun, nicht vergessen werden. Regelmäßiger Kundendienst und die TÜV – Untersuchung für Ihr Auto, sind selbstverständlich, warum also nicht auch ein  „TÜV für die eigene Gesundheit“?

Vereinbaren Sie mit uns einen  „TÜV – Termin“ für sich und Ihre Gesundheit!

Wir bedanken uns auf diesem Weg auch noch einmal für die zahlreichen  Weihnachtsgrüße und Neujahrswünsche. Bedanken wollen wir uns auch ganz herzlich für die großzügigen und sehr persönlichen Geschenke zum Weihnachtsfest. Wir haben uns darüber sehr gefreut!

Ihr Praxisteam

Praxis-Info Dezember 2019

Liebe Patientin, lieber Patient,

                      unsere Praxis ist im Dezember und Januar vom

                                      23.12.2019 bis 06.01.2020

                                                 geschlossen

Wir möchten Sie deshalb bitten Ihren Medikamentenbedarf für diese Zeit zu überprüfen und Rezeptbestellungen bis spätestens 20.12.2019 zu tätigen.

 

In dringenden Fällen bitten wir Sie, während der o.g. Praxisferien den ärztlichen Not – und Bereitschaftsdienst  Ihrer Heimatgemeinde in Anspruch zu nehmen. Die jeweiligen Ansprechpartner können Sie den Tageszeitungen  entnehmen oder über die Telefonnummer  116 117 erfragen.

Für akute Notfälle beachten Sie bitte jedoch folgenden Hinweis:

Die Rufnummer  19222  ist nur noch für die Anforderung von regulären Krankentransporten anzuwählen und entfällt damit als Notrufnummer.

Die 112 gilt mittlerweile als EU-weite Notrufnummer.  Mit Anwahl der 112 (ohne Ortsvorwahl) werden Sie sofort mit der für Sie zuständigen Rettungsleitstelle verbunden.

Wir hoffen, dass dies während der Festtage nicht erforderlich sein wird und wir uns im Neuen Jahr  „in alter Frische“  wiedersehen. Wir wünschen      Ihnen ein friedliches Weihnachtsfest und Alles Gute im neuen Jahr!

 Wie in jeder Praxisinfo möchten wir Sie auch im Dezember über ein medizinisches Thema informieren. Der Jahreszeit entsprechend über

                Infektionen der Atmungswege und des Atmungsorganes.

Gemeint sind dabei durch Viren und/oder Bakterien verursachte Erkrankungen der Atemwege (Rachen-Nasenraum, Luftröhre und Bronchien) und des Atmungsorganes (Lungen). Eine wichtige Rolle spielen bei diesen Erkrankungen auch die so genannten Nasennebenhöhlen (z.B. Kieferhöhle und Stirnhöhle) da diese oft mitbeteiligt, oder sogar der Auslöser einer solchen Erkrankung sind. Gerade bei einem zunächst banal erscheinenden Schnupfen kann sich über eine Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) eine Bronchitis (Sinubronchiales Syndrom) oder sogar eine Lungenentzündung (Pneumonie) entwickeln. Um solche Komplikationen zu verhindern, sollte deshalb auch bei einem scheinbar banalen Schnupfen, der sich innerhalb von 3 Tagen nicht deutlich bessert, der Arzt aufgesucht werden.

Die häufigsten Symptome von Atemwegserkrankungen sind:

Husten (zunächst trocken und deshalb besonders quälend), Schleimbildung,

Luftnot (Kurzatmigkeit bei körperlicher Anstrengung) , Halsschmerzen, Heiserkeit und eventuell Fieber über 38,0 Grad (bei Erwachsenen eher selten). Geht eine Erkrankung der Atemwege bei einem Erwachsenen mit Fieber einher, so liegt gerade in dieser Jahreszeit der Verdacht auf eine echte Influenza (Virusgrippe) nahe. Wir hoffen Sie haben sich rechtzeitig dagegen durch eine Grippeimpfung geschützt! Wenn nicht, so holen Sie diese Impfung auch jetzt noch rasch nach!

 Es gibt eine weitere Impfung gegen schwerwiegende Erkrankungen der Atemorgane, die Pneumokokkenimpfung. Pneumokokken sind Bakterien und zählen zu den häufigsten Auslösern schwer verlaufender bakterieller Infektionen vorwiegend der Lungen und der Hirnhäute. An einer Pneumokokkeninfektion sterben jährlich 1,6 Millionen Menschen weltweit. Personen ab dem 60. LJ und Patienten mit chronischen Erkrankungen, z.B. Diabetiker, Tumorpatienten, Herz-Kreislauf-Geschädigte, sollten sich auch bereits vor dem 60. Lebensjahr gegen Pneumokokken impfen lassen. Lassen Sie Ihren Impfschutz überprüfen.

 Eine akute Erkrankung der Atemwege, vor allem der Bronchien (Bronchitis) wird, wie bereits erwähnt, in der Regel durch eine Infektion mit Viren oder Bakterien verursacht. Durch die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese), eine körperliche Untersuchung der Atemwege (Auskultation), einer Ultraschalluntersuchung der Nasennebenhöhlen, einem Rachenabstrich und durch ein Blutbild kann Ihr Arzt die Ursache der akuten Atemwegserkrankung diagnostizieren und damit eine adäquate Therapie einleiten. Bei einer durch Viren ausgelösten Infektion der Atemorgane steht eine symptomatische Therapie mit Sekretlösern und Entzündungshemmern in Verbindung mit Hustenblockern im Vordergrund. Auf eine strikte körperliche Schonung ist zu achten. Von Saunagängen und „Erkältungsbädern“ ist wegen der dadurch bedingten zusätzlichen Belastung für das Herz-Kreislaufsystem während eines solchen Infektes dringend abzuraten. Nur bei einer bakteriell verursachten Infektion der Atemwege, hierbei kommt es in der Regel zu einer Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Blutbild, ist eine antibiotische Behandlung angezeigt um den Verlauf der Erkrankung zu verkürzen, Komplikationen zu vermeiden und einer Chronifizierung vorzubeugen.

Ihr Praxisteam

Praxis-Info November 2019

Liebe Patientin, lieber Patient,

zunächst möchten wir Sie zu einer wichtige personelle Veränderung in unserer Praxis informieren. Frau Dr. Laura Hiesinger, Fachärztin für Allgemeinmedizin, wird nach ihrer Elternzeit unser Ärzteteam wieder verstärken. Wir wünschen ihr einen guten Einstand und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

 

Mit Nachdruck möchten wir Sie noch an die Impfung gegen die Virusgrippe (Influenza) erinnern (siehe Praxisinfo vom Oktober 2019)! Sollten Sie also noch nicht gegen die Influenza geimpft sein, lassen Sie sich jetzt gegen die in den Wintermonaten häufig auftretende Virusgrippe impfen! Wir halten den Impfstoff für Sie bereit!

 

In der „dunklen Jahreszeit“ fallen viele Menschen in den so genannten         

                                          „WINTERBLUES“.

Wir möchten Ihnen deshalb in dieser Praxisinfo einige Tipps zum Umgang mit diesem Phänomen geben.

Jede dritte Frau und jeder vierte Mann ist von diesem jahreszeitlichen Stimmungstief betroffen. Aber nicht alle, die davon betroffen sind, haben deshalb gleich eine Depression. Was aber kann gegen den gewöhnlichen „Winterblues“ helfen?

  1. Lassen Sie die Stimmungsschwankungen zu. So wie die Natur sich bis zum Wiedererwachen im Frühjahr zurückzieht dürfen Sie sich jetzt auch Ruhe gönnen.
  2. Der Mangel an Sonnenlicht beschert uns in dieser Jahreszeit Müdigkeit und Antriebsarmut. Gehen Sie deshalb, wann immer es Ihnen möglich ist, nach draußen. Eine halbe Stunde im Freien hat auch bei bedecktem Himmel eine positive Wirkung. Ersatzweise können 15 Minuten einmal in der Woche in einer Sonnenbank hilfreich sein. UV-Licht in jeder Form aktiviert nämlich die Bildung von Vitamin D3, stimuliert so das Immunsystem und wirkt einer Depression entgegen.
  3. Bewegen Sie sich auch bei schlechtem Wetter im Freien. Körperliche Anstrengung setzt „Glückshormone“ im Gehirn frei. Es gilt dabei der alte Spruch: „Es gibt kein falsches Wetter, sondern nur falsche Kleidung“.
  4. Gönnen Sie sich was. Ein schmackhaftes Essen, einen Kino- oder Theaterbesuch. Einfach etwas wozu im Sommer wieder einmal keine Zeit war.
  5. Bauen Sie sich zu Hause ein „Nest“ wenn es draußen dunkel und ungemütlich ist. Machen Sie es sich bequem, hören Sie Musik, lesen Sie ein Buch, das Sie immer schon einmal lesen wollten und lassen Sie das „Faulsein“ zu.

Wenn allerdings die Niedergeschlagenheit zur Hoffnungslosigkeit wird, die Müdigkeit zur bleiernen Schwere und dieser Zustand vor Allem in den Vormittagsstunden über mehrere Wochen anhält, ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie doch an einer Depression leiden. Suchen Sie dann frühzeitig ärztlichen  Rat und lassen Sie sich helfen, denn diese Erkrankung ist sicher eine der am meisten verdrängten und von den betroffenen Patienten mit Nachdruck negierten Gesundheitsstörung.

Körperliche Beschwerden darf man haben, aber doch keine seelischen Probleme, „ich doch nicht!“

Nach statistischen Erhebungen verbirgt sich jedoch in circa 9% aller Fälle hinter den in einer Sprechstunde geklagten körperlichen Beschwerden eine Depression. Man spricht in solchen Fällen von einer Depression mit Somatisierung. Das heißt, die oft vorhandenen heftigen körperlichen Symptome sind in Wirklichkeit Ausdruck eines primär seelischen Leidens oder Konfliktes aus den unterschiedlichsten Gründen.

Yesavage hat für Patienten eine so genannte Depressionsskala zur Selbstbeurteilung entwickelt. Hierzu sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  • sind Sie mit Ihrem Leben unzufrieden?
  • haben Sie Aktivitäten und Interessen, die Ihnen wichtig waren, aufgegeben?
  • haben Sie das Gefühl Ihr Leben sei ohne Sinn?
  • sind Sie oft gelangweilt?
  • sind Sie häufig schlecht gelaunt?
  • haben Sie Ängste, die Sie bisher nicht kannten?
  • stehen Sie morgens ungern, unausgeruht und erschöpft auf?
  • fühlen Sie sich oft hilflos?
  • hadern Sie mit Ihrer Vergangenheit und ihrem Leben?
  • halten Sie ihr Gedächtnis für schlechter als das anderer?
  • leben Sie ungern in unserer Zeit?
  • sind Sie kontaktscheu geworden?
  • haben Sie keine Pläne für die Zukunft?
  • ist Ihnen oft zum Weinen zumute?
  • haben Sie das Gefühl, dass alle anderen es besser haben als Sie?

Wenn mehr als 6 Punkte aus diesem Fragenkomplex mit einem „Ja“ beantwortet werden, dann sollte das Gespräch mit dem Arzt gesucht werden, um das Vorliegen einer depressiven  Erkrankung auszuschließen. An einer Depression zu leiden ist keine Schande, auch wenn man meint, dass die Umgebung so denken könnte. Ihr Arzt ist in der Lage bei einer echten Depression zu helfen. Lassen Sie sich beraten!

Ihr Praxisteam