Archiv der Kategorie: Praxis-Infos

Praxisinfo Januar 2021

Liebe Patientin, lieber Patient,

Wir  hoffen Sie sind auch Alle gut in das neue Jahr gestartet. Wir wünschen Ihnen für 2021 alles Gute, viel Glück und vor allem Gesundheit.

Denn, wie schon der Volksmund sagt, ist „Alles ohne Gesundheit Nichts“.

Prophylaxe ist dabei der preiswerteste und einfachste Weg zur Gesunderhaltung. Gerade während der Coronaepidemie ist es wichtig durch gezielte Vorsorgeuntersuchungen eventuell bestehende und bisher nicht erkannte gesundheitliche Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und zu therapieren. Verschieben Sie deshalb aus einer unbegründeten Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus in einer Arztpraxis Ihre Vorsorgeuntersuchung nicht auf „den Sanktnimmerleinstag“. Seien Sie versichert, dass in den Arztpraxen penibel dafür gesorgt ist, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden und damit die Gefahr einer Ansteckung mit dem Covidvirus bei einer Vorsorgeuntersuchung zu vernachlässigen ist! 

Sinnvoll ist eine solche Vorsorgeuntersuchung ab dem 35. Lebensjahr im Abstand von zwei Jahren. Ab dem 45. Lebensjahr empfehlen wir die Vorsorgeuntersuchung im jährlichen Abstand, solange keine persönlichen Risikofaktoren, wie zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen, ein Bluthochdruck oder familiäre Risikofaktoren (z.B. gehäufte Tumorerkrankungen) bei Ihnen vorliegen. In diesem Fall sollten Sie sich von uns individuell beraten lassen.

Was ist unter einer solchen Prophylaxe zu verstehen?

Dazu gehört einmal die Bestimmung Ihres „Impfstatus“ durch eine Antikörperuntersuchung mittels einer Blutabnahme, ebenso wie die Durchführung  der daraus resultierenden Impfungen. Denken Sie bereits jetzt an Ihre nächste Urlaubsreise. Ein Impfschutz gegen die Hepatitis A und B, gegen die Kinderlähmung (Polio), gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis und gegen die durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung  (FSME) sollte dabei Standard sein.

Für Personen ab dem 60. Lebensjahr ist zusätzlich eine Impfung gegen die durch Pneumokokken übertragene Lungenentzündung und gegen eine Infektion durch  Herpes Zoster (Gürtelrose) dringend zu empfehlen.

Neben diesen vorbeugenden Maßnahmen sind Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten eine weitere tragende Säule der Gesundheitsvorsorge.  Wir bieten Ihnen auch im Jahr 2019 dazu Untersuchungen im Rahmen eines so genannten  „Check – up“  an.

Hierzu gehören neben der körperlichen Untersuchung der Atmungsorgane und des Herz – Kreislaufsystems ein Belastungs-EKG (Ergometrie), eine Ultraschalluntersuchung des Herzens und der hirnversorgenden Gefäße  sowie eine Spirometrie zur Funktionsanalyse der Atmungsorgane und ein Schlafapnoescreening zum Ausschluß eines nächtlichen Sauerstoffmangels.

Durch eine sorgfältige körperliche Untersuchung, gestützt auf zusätzliche Untersuchungen mittels Ultraschall und Endoskopie, können außerdem Erkrankungen der Schilddrüse, des Gefäßsystems, der Bauchorgane, der Nieren und der ableitenden Harnwege einschließlich  der Prostata bei Männern sowie des Enddarmes schmerzfrei und ohne Belastung für Sie, frühzeitig erkannt und dann einer erfolgreichen Behandlung zugeführt werden.

Vervollständigt wird ein solcher „Check–up“ durch Blut/Urinuntersuchungen zum Ausschluss von Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes mellitus, Gicht und Fettstoffwechselstörungen.

Erkrankungen der Schilddrüse und verschiedener innerer Organe, wie z.B. der Nieren und der Leber,  können durch diese Laboruntersuchungen ebenso frühzeitig aufgedeckt werden, wie die Folgen eines Eisen- oder Vitaminmangels.

Die Früherkennung von Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel eine Infektion der Magenschleimhaut durch das Bakterium Helicobacter, die in letzter Konsequenz zu Magenkrebs führen kann, ist ebenfalls durch eine spezielle Laboruntersuchung (13C-Atemtest) bei einer solchen Vorsorgeuntersuchung möglich.

Durch die laborchemische Bestimmung der so genannten „Tumormarker“ können außerdem bösartige Erkrankungen der Prostata, der weiblichen Brust und verschiedener innerer Organe möglicherweise frühzeitiger erkannt und damit behandelt werden.

Bei all den guten Vorsätzen, die zumeist am Beginn eines neuen Jahres stehen, sollte der Vorsatz im neuen Jahr etwas für die eigene Gesundheit zu tun, nicht vergessen werden. Regelmäßiger Kundendienst und die TÜV – Untersuchung für Ihr Auto, sind selbstverständlich, warum also nicht auch ein  „TÜV für die eigene Gesundheit“?

Vereinbaren Sie mit uns einen  „TÜV – Termin“ für sich und Ihre Gesundheit!

Wir bedanken uns auf diesem Weg auch noch einmal für die zahlreichen  Weihnachtsgrüße und Neujahrswünsche. Bedanken wollen wir uns auch ganz herzlich für die großzügigen und sehr persönlichen Geschenke zum Weihnachtsfest. Wir haben uns darüber sehr gefreut!

 Ihr Praxisteam

 

Praxisinfo Dezember 2020

Liebe Patientin, lieber Patient,

 ein sehr ungewohntes Jahr geht zu Ende. Es war auch für uns teilweise sehr anstrengend und herausfordernd. Aber vor allem mit ihrer Geduld, Umsicht und Einsicht, konnten wir die Hygiene Bestimmungen einhalten und den Praxisalltag weiterführen. Vielen Dank dafür! Jetzt ist es aber an der Zeit, dass wir uns auch etwas erholen und Zeit für unsere Familien finden. Deshalb ist die Praxis an den Weihnachtsfeiertagen

vom Mittwoch, den 23.12.2020 bis einschließlich Mittwoch, den 06.01.2021 geschlossen.

Am 21. und 22.12.2020 sind wir nach telefonischer Vereinbarung für sie da.

Wir möchten Sie deshalb bitten ihren Medikamentenbedarf für diese Zeit zu überprüfen und Rezeptbestellungen bis spätestens 18.12.2020 zu tätigen. In dringenden Fällen bitten wir Sie, in dieser Zeit den ärztlichen Not – und Bereitschaftsdienst  ihrer Heimatgemeinde in Anspruch zu nehmen. Die jeweiligen Ansprechpartner können Sie den Tageszeitungen  entnehmen oder über die Telefonnummer 116 117 erfragen. Für akute Notfälle rufen sie bitte die 112 an!

Aufgrund der aktuellen Lage und aufgrund der Vielzahl an Informationen, mit teils niedrigem Wahrheitsgehalt, wollen wir ihnen hier den aktuellen Stand über die bevorstehende Corona Impfstrategie vorstellen. Alle hier genannten Informationen beziehen sich auf das LGL (Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit), das RKI (Robert-Koch Institut) und die NaLI (Nationale Lenkungsgruppe Impfen). Bitte beachten Sie, dass aufgrund des schnellen Fortschrittes die Hinweise dieser Praxis Info (Stand 30.11.2020) bald überholt sein können.

Aktuell steht noch kein zugelassener Impfstoff gegen das neue Corona Virus (SARS-CoV-2) und die dadurch ausgelöste Erkrankung COVID-19 in Deutschland zur Verfügung. Derzeit befinden sich weltweit bereits eine Vielzahl von Impfstoffkandidaten in der Entwicklung. Aktuell sind 48 Impfstoffkandidaten in der klinischen Prüfung. Diese müssen jedoch noch mehrere Phasen der Testung durchlaufen. Wie jeder andere Impfstoff, wird auch ein neuer Impfstoff, der vor der Infektion mit dem SARS-CoV-2 schützen soll, intensiv geprüft. Die verschiedenen Impfstoff-Kandidaten durchlaufen jeweils streng kontrollierte Prozesse. Es gibt dafür klare Vorgaben, bevor sie zur Anwendung am gesunden Menschen kommen. Das Zulassungsverfahren für einen Impfstoff ist ein aufwändiger Prozess und unterliegt strengen wissenschaftlichen und gesundheitspolitischen Kontrollen. Es scheint aber möglich zu sein, dass es diesmal gelingt, so schnell wie noch nie einen Impfstoff zu entwickeln, der den hohen nationalen und internationalen Qualitätsanforderungen entspricht. Es zeichnet sich ab, dass mit ersten sicheren und wirksamen Impfstoffen gegen SARS-CoV-2, die vor COVID-19 schützen, ab Anfang 2021 zu rechnen sein könnte. Aber die anfängliche Knappheit von COVID-19-Impfstoffen erfordert Auswahlentscheidungen darüber, wer zuerst geimpft werden soll. Priorisierungsentscheidungen berühren ethisch wie rechtlich elementare Fragen, insbesondere der Gesundheitsschutz jedes Einzelnen sowie der Gerechtigkeit und der Solidarität zwischen allen betroffenen Mitgliedern einer Gesellschaft. Hier hat die ständige Impfkommission (STIKO) im gemeinsamen Positionspapier mit der Leopoldina und dem Deutschen Ethikrat einen  Leitfaden für die Entwicklung einer eigenständigen detaillierten COVID-19-Impfempfehlung erarbeitet. Für die Findung einer fairen Priorisierung hat die NaLI folgende Impfziele zugrunde gelegt: -Verhinderung schwerer COVID-19-Verläufe und Todesfälle, -Schutz von Personen mit besonders hohem arbeitsbedingten SARS-CoV-2-Expositionsrisiko, -Verhinderung von Verbreitung sowie Schutz in Umgebungen mit hohem Anteil vulnerabler Personen (z.B. Pflegeheimen) und -Aufrechterhaltung staatlicher Funktionen und des öffentlichen Lebens. Impfungen setzen prinzipiell eine aufgeklärte, freiwillige Zustimmung voraus. Eine allgemeine Impfpflicht wird es nicht geben. Jede Person hat das Recht, das Angebot einer priorisierten Impfung abzulehnen. Es wird aller Voraussicht nach ab Mitte Dezember in Bayern circa 100 Impfzentren geben.  Jeder Landkreis soll mindestens an einem Ort die Möglichkeit bieten, die Impfung gegen das Corona Virus vornehmen zu lassen. Allerdings wird man sich nur mit einem Termin bzw. einer Einladung impfen lassen können. Näheres wird in den nächsten Tagen bekannt werden. Ob mit der Corona Impfung (die aller Wahrscheinlichkeit nach deutlich unter dem Gefrierpunkt gekühlt werden muss) noch dieses Jahr begonnen werden kann, ist allerdings unklar.

Mehr denn je ist ein vollständiger Impfschutz entsprechend der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) wichtig. Für Erwachsene (speziell Personen über 60 Jahren und  Menschen mit Vorerkrankungen) sind dies: die Pneumokokken-Impfung (en), die  Grippe-Impfung, die Tetanus/Diphtherie/Keuchhusten- Auffrischimpfung und die Herpes-Zoster-Impfung. Diese sollten auf jeden Fall wie geplant durchgeführt werden. Wichtig ist aber, dass die Impfung die Vorbeugung durch Hygienemaßnahmen nicht ersetzt und dies insbesondere, solange die Impfquoten niedrig sein werden. Aber eine gute Nachricht gibt es noch: All unsere Maßnahmen zur Vermeidung der Covid-19 Infektion haben dazu beigetragen, dass sich insgesamt die Zahl der über-Tröpfchen-Infektion-übertragenen Erkrankungen deutlich reduziert hat!

Wir wünschen Ihnen allen einen besinnlichen, und trotz allem fröhlichen Jahresausklang, wir freuen uns Sie ab dem 07.01.2021 wieder in der Praxis zu begrüßen. Bleiben Sie gesund!

Ihr Praxisteam

Praxisinfo November 2020

Liebe Patientin, lieber Patient,

mit Nachdruck möchten wir Sie noch an die Impfung gegen die Virusgrippe (Influenza) erinnern (siehe Praxisinfo vom Oktober 2020)!

Leider ist es, entgegen der Aussage des Gesundheitsministers, wie zu erwarten war zu einem Lieferengpass für den Grippeimpfstoff gekommen. Wir können deshalb zunächst nur Patienten impfen die sich rechtzeitig Impftermine haben reservieren lassen. Sollten Sie also noch nicht gegen die Influenza geimpft sein, melden Sie sich bei uns und vereinbaren einen Impftermin. Wir führen eine Warteliste und verständigen Sie sofort wenn wir wieder über den bereits von uns bestellten Grippeimpfstoff verfügen.   

 In der „dunklen Jahreszeit“ und heuer besonders, bedingt durch die Coronapandemie und den daraus resultierenden Einschränkungen,  leiden zahlreiche Menschen an depressiven Verstimmungen.  

Jede dritte Frau und jeder vierte Mann ist von diesem jahreszeitlichen Stimmungstief betroffen. Aber nicht alle, die davon betroffen sind, haben deshalb gleich eine Depression. Was aber kann gegen den gewöhnlichen „Winterblues“ helfen?

  1. Lassen Sie die Stimmungsschwankungen zu. So wie die Natur sich bis zum Wiedererwachen im Frühjahr zurückzieht, dürfen Sie sich jetzt auch Ruhe gönnen.
  2. Der Mangel an Sonnenlicht beschert uns in dieser Jahreszeit Müdigkeit und Antriebsarmut. Gehen Sie deshalb, wann immer es Ihnen möglich ist, nach draußen. Eine halbe Stunde im Freien hat auch bei bedecktem Himmel eine positive Wirkung. Ersatzweise können 15 Minuten einmal in der Woche in einer Sonnenbank hilfreich sein. UV-Licht in jeder Form aktiviert nämlich die Bildung von Vitamin D3, stimuliert das Immunsystem und wirkt so einer Depression  und damit auch einer Coronainfektion entgegen.
  3. Bewegen Sie sich auch bei schlechtem Wetter im Freien. Körperliche Anstrengung setzt „Glückshormone“ im Gehirn frei. Es gilt dabei der alte Spruch: „Es gibt kein falsches Wetter, sondern nur falsche Kleidung“.
  4. Gönnen Sie sich wenn möglich etwas Schönes. Ein Essen zusammen mit Freunden, ein Kino- oder Theaterbesuch ist leider unter den derzeitigen Gegebenheiten nur sehr eingeschränkt möglich.
  5. Bauen Sie sich zu Hause ein „Nest“ wenn es draußen dunkel und ungemütlich ist. Machen Sie es sich bequem, hören Sie Musik, lesen Sie ein Buch, das Sie immer schon einmal lesen wollten und lassen Sie das „Faulsein“ zu.

Wenn allerdings die Niedergeschlagenheit zur Hoffnungslosigkeit wird, die Müdigkeit zur bleiernen Schwere und dieser Zustand vor allem in den Vormittagsstunden über mehrere Wochen anhält, ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie doch an einer Depression leiden. Suchen Sie dann frühzeitig ärztlichen  Rat und lassen Sie sich helfen, denn diese Erkrankung ist sicher eine der am meisten verdrängten und von den betroffenen Patienten mit Nachdruck negierten Gesundheitsstörung. Da sich eine Depression auch sehr negativ auf das Immunsystem auswirken kann ist gerade jetzt ein frühzeitiges Erkennen und eine damit verbundene adäquate Therapie von besonderer Bedeutung.

 Nach statistischen Erhebungen verbirgt sich in circa 9% aller Fälle hinter den in einer Sprechstunde geklagten körperlichen Beschwerden eine Depression. Man spricht in solchen Fällen von einer Depression mit Somatisierung. Das heißt, die oft vorhandenen heftigen körperlichen Symptome sind in Wirklichkeit Ausdruck eines primär seelischen Leidens oder Konfliktes aus den unterschiedlichsten Gründen.

Yesavage hat für Patienten eine so genannte Depressionsskala zur Selbstbeurteilung entwickelt. Hierzu sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  • sind Sie mit Ihrem Leben unzufrieden?
  • haben Sie Aktivitäten und Interessen, die Ihnen wichtig waren, aufgegeben?
  • haben Sie das Gefühl Ihr Leben sei ohne Sinn?
  • sind Sie oft gelangweilt?
  • sind Sie häufig schlecht gelaunt?
  • haben Sie Ängste, die Sie bisher nicht kannten?
  • stehen Sie morgens ungern, unausgeruht und erschöpft auf?
  • fühlen Sie sich oft hilflos?
  • hadern Sie mit Ihrer Vergangenheit und ihrem Leben?
  • halten Sie ihr Gedächtnis für schlechter als das anderer?
  • leben Sie ungern in unserer Zeit?
  • sind Sie kontaktscheu geworden?
  • haben Sie keine Pläne für die Zukunft?
  • ist Ihnen oft zum Weinen zumute?
  • haben Sie das Gefühl, dass alle anderen es besser haben als Sie?

Wenn mehr als 6 Punkte aus diesem Fragenkomplex mit einem „Ja“ beantwortet werden, dann sollte das Gespräch mit dem Arzt gesucht werden, um das Vorliegen einer depressiven  Erkrankung auszuschließen. An einer Depression zu leiden ist keine Schande, auch wenn man meint, dass die Umgebung so denken könnte. Ihr Arzt ist in der Lage bei einer  Depression zu helfen. Lassen Sie sich beraten!

Ihr Praxisteam

Praxisinfo Oktober 2020

Trotz der manchmal noch warmen Herbsttage steht unverkennbar die kalte Jahreszeit vor der Tür. Diese ist erfahrungsgemäß auch die Zeit für

                  

                        I N F E K T E      D E R      A T M U N G S O R G A N E

 

Wobei es sich hierbei, auch in der Zeit der unverändert anhaltenden Coronaepidemie, meist um Infektionen der Atemwege durch eher harmlose Rhinoviren handelt. Diese Erkrankungen dauern in der Regel „mit Doktor acht Tage und ohne Doktor eine Woche“. Das heißt, dass unser Immunsystem in der Lage ist innerhalb von circa acht Tagen mit dieser Art Erkrankung fertig zu werden. Lediglich die Symptome einer solchen Erkrankung können durch verschiedene Medikamente gelindert werden. So zum Beispiel durch  Sekret – und Hustenlöser oder durch so genannte Entzündungshemmer.

Allerdings können solche Infektionen der oberen Luftwege auch durch  Bakterien verursacht werden. In einem solchen Fall kann eine Infektion zu erheblichen Komplikationen, wie zum Beispiel zu einer Lungenentzündung, führen. Ihr Arzt ist durch eine körperliche Untersuchung und durch die Anfertigung des Blutbildes in wenigen Minuten in der Lage zwischen einer viral oder bakteriell verursachten Erkältungskrankheit zu unterscheiden. Bei einer bakteriellen Ursache der Erkrankung ist dann, um Komplikationen und schwerere Verläufe zu vermeiden, meist eine Therapie mit einem Antibiotikum erforderlich.

Bei einem durch Rhinoviren ausgelösten Infekt zeigen Antibiotika keine therapeutische Wirkung. Da eine Unterscheidung der Ursache für eine zunächst möglicherweise harmlos wirkende Erkältung gerade in Zeiten der Coronaepidemie für den Laien nicht möglich ist, empfiehlt sich bei einem Verlauf von mehr als drei Tagen ohne erkennbare Besserung auf jeden Fall der Arztbesuch  um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden!

Gerade jetzt können Sie  durch eine vitaminreiche und ausgewogene Ernährung  Ihre „Abwehrlage“ gegen Infektionskrankheiten im Allgemeinen, wie auch  gegen eine Covid-19-Virusinfektion im Besonderen verbessern. Saunagänge und Sport sind in einer „krankheitsfreien Phase“ ebenfalls geeignet, Ihre Abwehrkräfte gegen Infekte der oberen Luftwege in dieser Jahreszeit zu stärken. Während einer auch scheinbar banalen Infektion sollten Sie jedoch körperliche Belastungen, wie Saunagänge, Sport oder gar die immer noch von Apothekern empfohlenen „Erkältungsbäder“ meiden! Keinen Schutz bieten diese Maßnahmen jedoch gegen die echte Virusgrippe!

Einzig geeignet zur Abwehr einer solchen schwerwiegenden Erkrankung ist die           

                                                   „G R I P P E I M P F U N G“.

Wir geben Ihnen ab dem 12. 10. 2020 im Rahmen einer Impfaktion die Möglichkeit, sich in unserer Praxis gegen die aktuellen Virusgrippeerreger impfen zu lassen. Der Impfschutz besteht nach einer einmaligen Impfung für etwa sechs Monate. Sie können damit also die Hauptansteckungszeit für eine Virusgrippe, nämlich die Herbst – und Wintermonate gefahrlos überbrücken. Denken Sie bitte daran, dass zum Beispiel in der „Grippesaison 2017/18 in Deutschland circa 25 000 Menschen an einer solchen Virusgrippe verstorben sind!

Lassen sich von uns impfen! Eine vorherige Anmeldung ist jedoch wegen der Hygienevorgaben des Infektionsschutzgesetztes während der Coronapandemie  unbedingt erforderlich. Beachten Sie dabei weiter die Regeln der Prophylaxe gegen eine Ausbreitung des Covid-19-Virus. Handdesinfektion, Abstand halten und konsequentes Tragen der Mund-Nasen-Masken. Sie schützen damit sich und uns gegen eine Infektionskrankheit gegen die es zur Zeit weder eine medikamentöse Therapie oder gar einen Impfstoff gibt!

Wer sollte sich nun unbedingt gegen eine Virusgrippe impfen lassen?

  1. Alle Personen mit einem reduzierten Infektionsschutz: z.B. Diabetiker, Stoffwechselerkrankte, Tumorpatienten, Patienten mit einer abgelaufenen EBV – Infektion (Pfeiffer`sches  Drüsenfieber), Fibromyalgiepatienten, Patienten mit Blutkrankheiten ( Mangel an weißen Blutkörpern ) und generell  Personen ab dem 60. Lebensjahr.
  2. Personen mit vielen Menschenkontakten z.B.   Benutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln, Pflegepersonal, Personen im Schalterdienst, Lehrer, Arzthelferinnen , Krankenschwestern, Ärzte.
  3. Personen mit hoher körperlicher Belastung z.B. Schichtarbeiter, Nachtdienstarbeiter, Sportler.
  4. Patienten mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Einschränkung der Lungenfunktion ( COPD, Asthma bronchiale).
  5. Schwangere ab dem 6. Schwangerschaftsmonat.

Während einer banalen Erkältungskrankheit sollte jedoch kurzfristig auf eine Virusgrippeimpfung verzichtet werden. Nach Abklingen einer solchen Infektion sollte dann allerdings unverzüglich geimpft werden.

Um Enttäuschungen zu vermeiden, möchten wir  jedoch darauf hinweisen, dass eine Impfung nur gegen die gefährliche Virusgrippe, nicht jedoch gegen einen banalen Schnupfen oder eine banale Infektion der oberen Luftwege schützt. Bei einer solchen Erkrankung stehen, wie bereits ausgeführt, bewährte Medikamente der Allo –  und Homöopathie zur Verfügung. Sollten Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, beraten wir Sie jederzeit gerne.

Ihr Praxisteam