Archiv des Autors: Dr. med. G. Schönberger

Praxis-Info Dezember 2018

Liebe Patientin, lieber Patient,

                      unsere Praxis ist im Dezember und Januar vom

                                      21.12.2018 bis 06.01.2019

                                                 geschlossen

Wir möchten Sie deshalb bitten Ihren Medikamentenbedarf für diese Zeit zu überprüfen und Rezeptbestellungen bis spätestens 20.12.2018 zu tätigen.

Nun noch einige Informationen zu unserer Praxis.

Zum Ende des Jahres wird Frau Dr. Engelke ihre Tätigkeit als Weiterbildungsassistentin zur Fachärztin für Allgemeinmedizin in unserer Praxis wie geplant beenden. Wir danken ihr recht herzlich für ihr Engagement bei der Betreuung unserer Patienten und hoffen sie nach Abschluss ihrer Weiterbildung wieder in unserem Praxisteam begrüßen zu dürfen.

Ab Januar 2019 wird Frau Dr. Mariella Bodrogi als Fachärztin für Allgemein – und Arbeitsmedizin und Frau Melanie Dasch als medizinische Fachangestellte unser Team verstärken. Wir wünschen beiden einen guten Anfang und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

In dringenden Fällen bitten wir Sie, während der o.g. Praxisferien den ärztlichen Not – und Bereitschaftsdienst  Ihrer Heimatgemeinde in Anspruch zu nehmen. Die jeweiligen Ansprechpartner können Sie den Tageszeitungen  entnehmen oder über die Telefonnummer  116 117 erfragen.

Für akute Notfälle beachten Sie bitte jedoch folgenden Hinweis:

Die Rufnummer  19222  ist nur noch für die Anforderung von regulären Krankentransporten anzuwählen und entfällt damit als Notrufnummer.

Die 112 gilt mittlerweile als EU-weite Notrufnummer.  Mit Anwahl der 112 (ohne Ortsvorwahl) werden Sie sofort mit der für Sie zuständigen Rettungsleitstelle verbunden.

Wir hoffen, dass dies während der Festtage nicht erforderlich sein wird und wir uns im Neuen Jahr  „in alter Frische“  wieder sehen. Wir wünschen      Ihnen ein friedliches Weihnachtsfest und Alles Gute im neuen Jahr!

Wie in jeder Praxisinfo möchten wir Sie auch im Dezember über ein medizinisches Thema informieren. Der Jahreszeit entsprechend über

            Infektionen der Atmungswege und des Atmungsorganes.

Gemeint sind dabei durch Viren und/oder Bakterien verursachte Erkrankungen der Atemwege ( Rachen – Nasenraum, Luftröhre und Bronchien) und des Atmungsorganes (Lungen). Eine wichtige Rolle spielen bei diesen Erkrankungen auch die so genannten Nasennebenhöhlen (z.B. Kieferhöhle und Stirnhöhle) da diese oft mitbeteiligt, oder sogar der Auslöser einer solchen Erkrankung sind. Gerade bei einem zunächst banal erscheinenden Schnupfen kann sich über eine Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) eine Bronchitis (Sinubronchiales Syndrom) oder sogar eine Lungenentzündung (Pneumonie) entwickeln. Um solche Komplikationen zu verhindern sollte deshalb auch bei einem scheinbar banalen Schnupfen, der sich innerhalb von 3 Tagen nicht deutlich bessert, der Arzt aufgesucht werden.

Die häufigsten Symptome von Atemwegserkrankungen sind:

Husten (zunächst trocken und deshalb besonders quälend), Schleimbildung, Luftnot (Kurzatmigkeit bei körperlicher Anstrengung) , Halsschmerzen, Heiserkeit und eventuell Fieber über 38,0 Grad (bei Erwachsenen eher selten). Geht eine Erkrankung der Atemwege bei einem Erwachsenen mit Fieber einher, so liegt gerade in dieser Jahreszeit der Verdacht auf eine echte Influenza (Virusgrippe) nahe. Wir hoffen Sie haben sich rechtzeitig dagegen durch eine Grippeimpfung geschützt und wenn nicht, so holen Sie diese Impfung auch jetzt noch rasch nach!

Es gibt eine weitere Impfung gegen schwerwiegende Erkrankungen der Atemorgane, die Pneumokokkenimpfung.

Pneumokokken sind Bakterien und zählen zu den häufigsten Auslösern schwer verlaufender bakterieller Infektionen vorwiegend der Lungen und der Hirnhäute. An einer Pneumokokkeninfektion sterben jährlich 1,6 Millionen Menschen weltweit. Personen ab dem 60. LJ und Patienten mit chronischen Erkrankungen, z.B. Diabetiker, Tumorpatienten, Herz-Kreislauf-Geschädigte, sollten sich auch bereits vor dem 60. Lebensjahr gegen Pneumokokken impfen lassen. Lassen Sie Ihren Impfschutz überprüfen. Eine einmalige Impfung schützt hierbei lebenslang.

Eine akute Erkrankung der Atemwege, vor Allem der Bronchien (Bronchitis) wird, wie bereits erwähnt, in der Regel durch eine Infektion mit Viren oder Bakterien verursacht. Durch die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese), eine körperliche Untersuchung der Atemwege (Auskultation), einer Ultraschalluntersuchung der Nasennebenhöhlen, einem Rachenabstrich und durch ein Blutbild kann Ihr Arzt die Ursache der akuten Atemwegserkrankung diagnostizieren und damit eine adäquate Therapie einleiten. Bei einer durch Viren ausgelösten Infektion der Atemorgane steht eine symptomatische Therapie mit Sekretlösern und Entzündungshemmern in Verbindung mit Hustenblockern im Vordergrund. Auf eine strikte körperliche Schonung ist zu achten. Von Saunagängen und „Erkältungsbädern“ ist wegen der dadurch bedingten zusätzlichen Belastung für das Herz-Kreislaufsystems während eines solchen Infektes dringend abzuraten. Nur bei einer bakteriell verursachten Infektion der Atemwege, hierbei kommt es in der Regel zu einer Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Blutbild, ist eine antibiotische Behandlung angezeigt um den Verlauf der Erkrankung zu verkürzen und einer Chronifizierung vorzubeugen.

Praxis-Info November 2018

Liebe Patientin, lieber Patient,

zunächst einige Informationen zu unserer Praxis:

Frau Dr. Hiesinger und Frau Franziska Worm befinden sich ab dem 26.9. bzw. 31.10. im Mutterschutz. Wir wünschen beiden für das bevorstehende Ereignis alles Gute und danken für die sehr engagierte Mitarbeit.

Frau Andrea Wille unterstützt als MFA seit dem 1.10. unser Praxisteam.

Unsere Praxis ist aus organisatorischen Gründen am 2.11. und vom 19.11. bis  30.11. geschlossen. Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis.

Kommen Sie vorher noch zur Impfung gegen die INFLUENZA!

Der „dunklen Jahreszeit“ entsprechend wollen wir Sie in dieser Praxisinfo erneut zu einem wichtigen medizinischen Thema informieren, nämlich zur Bedeutung des

 

                                            V I T A M I N   D3 .

 

Vitamin D3 (Cholecalciferol) spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Calciumspiegels im Blut und beim Knochenaufbau.

Ein Mangel an diesem Vitamin führt bei Kindern zur Rachitis (englische Krankheit) und bei Erwachsenen zur Osteoporose. Beides sind schwerwiegende Knochenerkrankungen.

In den letzten Jahren ist durch intensive Forschungen erkannt worden, dass ein Mangel an Vitamin D3 aber nicht nur zu Erkrankungen der Knochen führt, sondern auch einen erheblichen Risikofaktor für das Auftreten weiterer schwerwiegender Erkrankungen beim Menschen darstellt.

  1. So können bei Patienten mit einem permanenten Vitamin D3 – Mangel gehäuft Erkrankungen, wie Multiple Sklerose, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Verschlusserkrankungen der Becken – und Beinarterien (pAVK), Herzinsuffizienz, Schlaganfälle, plötzlicher Herztod, Demenz oder eine Parkinsonerkrankung, auftreten.
  2. Vitamin D3 spielt als so genannter „Radikalenfänger“ eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung bösartiger Erkrankungen, wie zum Beispiel gegen Dickdarm- und Brustkrebs.
  3. Vitamin D3 stärkt nachweislich das Immunsystem gegen Atemwegserkrankungen, Influenza und grippale Infekte.
  4. Des Weiteren führt ein Vitamin D3 – Mangel zu einem Calciumdefizit in der Muskulatur. Dies bewirkt eine Störung der koordinierten Muskeltätigkeit und damit eine erhöhte Sturzrate. Es konnte nachgewiesen werden, dass ein normaler Vitamin D3 – Spiegel die Sturzrate gefährdeter Patienten und die damit verbundene Rate von Knochenbrüchen um bis zu 19% reduziert.
  5. Ein Vitamin D3-Mangel führt, bedingt durch den Calciummangel, zu krankhaften Veränderungen an der Nebenschilddrüse mit einer vermehrten Ausschüttung des dort gebildeten Parathormons. Dieses Hormon ist mitverantwortlich für die intensive Entkalkung (Osteoporose) der Knochen.

 

Wie kann man einen Vitamin D3 – Mangel verhindern?

Vorstufen des Vitamin D3 nehmen wir mit der Nahrung auf. Diese sind vor allem im Lebertran, Fettfisch (Lachs, Aal, Sardinen), Innereien und in einem geringen Maß in Milchprodukten, wie Butter und Käse enthalten. Um das für den Menschen wichtige aktive Vitamin D3 zu produzieren, müssen die Vitaminvorstufen (D1 und D2) aber in der Haut einer UVB-Bestrahlung (Sonnenlicht) ausgesetzt werden. Eine fehlende Sonnenlichtexposition verhindert demnach die Bildung von Vitamin D3 ebenso wie der Gebrauch von Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor. Es versteht sich von selbst, dass die Bildung von Vitamin D3 in unseren Breiten auch stark von den Jahreszeiten abhängig ist. Bei niedrigem Sonnenstand mit vorwiegender UVA-Strahlung ist in Mitteleuropa die Ausbildung eines Vitamin D3-Mangels deshalb besonders ausgeprägt.

Anzustreben ist eine Serumkonzentration von 30 bis 60 ng/ml an Vitamin D3. Wegen der Bedeutung des Vitamin D3-Spiegels haben wir die Bestimmung des  Vitamin D3-Spiegels  in unser Vorsorgeprogramm aufgenommen. Zu unserem Erstaunen wiesen dabei circa 80% der untersuchten Patienten deutlich zu niedrige Vitamin D3-Spiegel auf. Diese Patienten bedürfen also dringend einer Substitution mit einem Vitamin D3-haltigem Medikament, z.B. Vigantoletten oder Dekristol und eventuell, wegen eines bestehenden Calciummangels, auch der gleichzeitigen Calciumsubstitution. In diesen Medikamenten liegt das Vitamin D3 bereits in der aktiven Form vor und es bedarf nicht mehr der Aktivierung durch das Sonnenlicht, was wiederum der Gefahr von UV-Licht induzierten Hauttumoren entscheidend entgegen wirkt.

Lassen Sie sich beraten und nutzen Sie die Möglichkeit im Rahmen einer einfachen Laborbestimmung, einen für Ihre Gesundheit gravierenden Mangel an Vitamin D3 frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Leider muss in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass trotz dieser Erkenntnisse die erforderliche Laboruntersuchung nicht Bestandteil des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenkassen ist. Auch werden die Kosten für die eventuell erforderlichen Medikamente, wie zum Beispiel für die Präparate „Vigantoletten oder Dekristol“ ,von den privaten und  gesetzlichen Krankenkassen nicht immer übernommen, da diese als so genannte „Nahrungsergänzungsmittel“ eingeordnet werden.

Ihr Praxisteam

Praxis-Info Oktober 2018

Liebe Patientin, lieber Patient,

 

Unsere Praxis ist am 04. und 05. Oktober geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis!

Um Ihnen die Bestellung von Rezepten zu erleichtern und um dadurch Wartezeiten am Telefon zu minimieren, empfehlen wir Ihnen hierfür unsere  e-mail-Adresse zu nutzen.

                                     praxis@praxis-schoenberger.de

Trotz der manchmal noch warmen Herbsttage steht unverkennbar die kalte Jahreszeit vor der Tür. Diese ist erfahrungsgemäß auch die Zeit für                 

                                E R K Ä L T U N G S K R A N K H E I T E N.

Wobei es sich hierbei meist um Infektionen der Atemwege durch eher harmlose Rhinoviren handelt. Diese Erkrankungen dauern in der Regel „mit Doktor acht Tage und ohne Doktor eine Woche“. Das heißt, dass unser Immunsystem in der Lage ist innerhalb von circa acht Tagen mit dieser Art Erkrankung fertig zu werden. Lediglich die Symptome einer solchen Erkrankung können durch verschiedene Medikamente gelindert werden. So zum Beispiel durch  Sekret – und Hustenlöser oder durch so genannte Entzündungshemmer.

Allerdings können solche Infektionen der oberen Luftwege auch durch weniger harmlose Bakterien verursacht werden. In einem solchen Fall kann eine Infektion zu erheblichen Komplikationen, wie zum Beispiel zu einer Lungenentzündung, führen. Ihr Arzt ist durch eine körperliche Untersuchung und durch die Anfertigung des Blutbildes in wenigen Minuten in der Lage zwischen einer viral oder bakteriell verursachten Erkältungskrankheit zu unterscheiden. Bei einer bakteriellen Ursache der Erkrankung ist dann, um Komplikationen und schwerere Verläufe zu vermeiden, eventuell eine Therapie mit einem Antibiotikum erforderlich. Bei einem durch Rhinoviren ausgelösten Infekt zeigen Antibiotika keine therapeutische Wirkung. Da eine Unterscheidung der Ursache für eine zunächst möglicherweise harmlos wirkende Erkältung für den Laien nicht möglich ist, empfiehlt sich bei einem Verlauf von mehr als drei Tagen ohne erkennbare Besserung auf jeden Fall der Arztbesuch, um Komplikationen, wie geschildert, zu vermeiden!

 Sie können durch eine vitaminreiche und ausgewogene Ernährung  Ihre „Abwehrlage“ gegen Infektionskrankheiten verbessern. Saunagänge und Sport sind in einer „krankheitsfreien Phase“ ebenfalls geeignet, Ihre Abwehrkräfte gegen Infekte der oberen Luftwege in dieser Jahreszeit zu stärken. Während einer auch scheinbar banalen Infektion sollten Sie jedoch körperliche Belastungen, wie Saunagänge, Sport oder gar die immer noch von Apothekern empfohlenen „Erkältungsbäder“ meiden!

 

Keinen Schutz bieten diese Maßnahmen jedoch gegen die echte Virusgrippe. Einzig geeignet zur Abwehr einer solchen schwerwiegenden Erkrankung ist die

                                                     „G R I P P E I M P F U N G“.

Wir geben Ihnen ab dem 08. 10. 2018 im Rahmen einer Impfaktion die Möglichkeit, sich in unserer Praxis gegen die aktuellen Virusgrippeerreger impfen zu lassen. Der Impfschutz besteht nach einer einmaligen Impfung

für etwa sechs Monate. Sie können damit also die Hauptansteckungszeit für eine Virusgrippe, nämlich die Herbst – und Wintermonate gefahrlos überbrücken. Denken Sie bitte daran, dass im letzten Jahr in Deutschland circa 11 000 Menschen an einer solchen Virusgrippe verstorben sind!

Kommen Sie einfach während der üblichen Sprechstundenzeiten und lassen sich von uns impfen! Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Wer sollte sich nun unbedingt gegen eine Virusgrippe impfen lassen? 

  1. Alle Personen mit einem reduzierten Infektionsschutz: z.B. Diabetiker, Stoffwechselerkrankte, Tumorpatienten, Patienten mit einer abgelaufenen EBV – Infektion (Pfeiffer`sches  Drüsenfieber), Fibromyalgiepatienten, Patienten mit Blutkrankheiten ( Mangel an weißen Blutkörpern ) und generell  Personen ab dem 60. Lebensjahr.
  2. Personen mit vielen Menschenkontakten: z.B.   Benutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln, Pflegepersonal, Personen im Schalterdienst, Lehrer, Arzthelferinnen , Krankenschwestern, Ärzte.
  3. Personen mit hoher körperlicher Belastung: z.B. Schichtarbeiter, Nachtdienstarbeiter, Sportler.
  4. Patienten mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Einschränkung der Lungenfunktion ( COPD, Asthma bronchiale).
  5. Schwangere ab dem 6. Schwangerschaftsmonat.

 

Während einer banalen Erkältungskrankheit sollte jedoch kurzfristig auf eine Virusgrippeimpfung verzichtet werden. Nach Abklingen einer solchen Infektion sollte dann allerdings unverzüglich geimpft werden.

Um Enttäuschungen zu vermeiden, möchten wir  jedoch darauf hinweisen, dass eine Impfung nur gegen die gefährliche Virusgrippe, nicht jedoch gegen einen banalen Schnupfen oder eine banale Infektion der oberen Luftwege schützt. Bei einer solchen Erkrankung stehen, wie bereits ausgeführt, bewährte Medikamente der Allo –  und Homöopathie zur Verfügung. Sollten Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, beraten wir Sie jederzeit gerne.

Ihr Praxisteam

Praxis-Info September 2018

Liebe Patientin, lieber Patient,

wir hoffen Sie sind gesund und erholt aus Ihrem Urlaub zurückgekehrt!

Frau Dr. Hiesinger wird Ende September ihre Tätigkeit in unserer Praxis in Erwartung der Geburt ihres Kindes zunächst beenden. Wir wünschen ihr und dem neuen Weltenbürger schon jetzt alles Gute und bedanken uns für die außerordentlich kollegiale Zusammenarbeit!

Wie in jeder unserer Praxisinfos wollen wir Sie auch im August über ein gesundheitsrelevantes Thema unterrichten, diesmal über das Symptom >Schwindel< , die Ursachen und die Folgen einer solchen Erkrankung.

Eine Studie ergab, dass 11% der Patienten wegen einer Schwindelsymptomatik ihren Arzt aufsuchen. Das durchschnittliche Alter lag bei 45,9 Jahren, 51,7 % davon waren Frauen. Bei den über 65-jährigen sind es bereits mehr als 20% der Patienten, die wegen eines Schwindels (Vertigo) in der Sprechstunde vorstellig werden, denn die Häufigkeit einer Schwindelsymptomatik nimmt mit zunehmendem Lebensalter erheblich zu. Gerade bei älteren Patienten stellt der Schwindel eine erhebliche Gefahr dar, da schwindelbedingte Stürze fatale Folgen haben können. Das sind z.B. Knochenbrüche. Dabei sind operativ zu versorgende Oberschenkelhalsfrakturen die häufigste Frakturform. In der Folge können Komplikationen, wie zum Beispiel Thrombosen mit nachfolgender Lungenembolie oder Infektionen während des Klinikaufenthaltes, zu einem erhöhtem Sterberisiko bei dieser Patientengruppe führen. Darüber hinaus sind ältere Menschen mit Schwindel ganz elementar in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Aus der berechtigten Angst vor Stürzen und den daraus resultierenden möglichen Folgen wagen sich viele ältere Schwindelpatienten nicht mehr aus ihrer Wohnung, was wiederum zur sozialen Isolation und damit zu einem erheblichen Verlust an Lebensfreude und zu Depressionen führen kann.

Schwindel stellt ein Symptom dar und ist keine Diagnose. Schwindel kann die verschiedensten Ursachen haben, deshalb ist vor jeder Therapie eine genaue Diagnosestellung, unabhängig vom Lebensalter des Betroffenen Voraussetzung für eine zum Ziel führende Therapie.
Unter Schwindel versteht man als Laie das Empfinden eines Dreh- oder Schwankgefühles oder das Gefühl der drohenden Bewusstlosigkeit. Im medizinischen Sinn wird Schwindel als wahrgenommene Scheinbewegung zwischen sich und der Umwelt definiert. Man unterscheidet hierbei Drehschwindel, Schwankschwindel, Liftschwindel (Gefühl wie bei der Fahrt in einem Lift), Bewegungsschwindel beim Gehen und den unsymptomatischen Schwindel, wie er zum Beispiel beim Aufstehen oder bei Lagewechsel auftritt.

Das Gleichgewichtsgefühl wird beim Menschen über Informationen des Sehens, des Innenohrs und von Nervenzellen (Rezeptoren) in der Muskulatur und in den Gelenken an das Kleinhirn vermittelt. Hierbei müssen die Informationen von den Augen, dem Innenohr und den Muskeln/Gelenkrezeptoren für das Kleinhirn übereinstimmen. Wird von einem der am Gleichgewichtssinn beteiligten Organe eine „falsche Meldung“ abgegeben, führt das zu Schwindel in der verschiedensten Form.
Daneben können natürlich auch Erkrankungen des zentralen Gleichgewichtsorganes, dem Kleinhirn, Schwindel verursachen.
Die Schwindeldiagnostik erfordert deshalb eine umfangreiche Untersuchung der am Gleichgewichtssystem beteiligten Organe. Erkrankungen der Augen, wie Sehfehler, Erkrankungen des Innenohres, wie etwa Entzündungen, sowie Erkrankungen des peripheren Nervensystems, wie zum Beispiel eine Polyneuropathie beim Diabetiker, können ebenso Ursache für eine Schwindelsymptomatik sein, wie aber auch eine Erkrankung des Kleinhirnes differentialdiagnostisch auszuschließen ist. Ebenso wichtig ist bei der Schwindeldiagnostik der Ausschluss einer durch eine Herzkreislauferkrankung bedingte Durchblutungsstörung der am Gleichgewicht beteiligten Organstrukturen. Herzrhythmusstörungen, lageabhängige Blutdruckschwankungen (Orthostase), Bluthochdruck und Gefäßerkrankungen an den Halsschlagadern (Arteriosklerose) können ebenfalls Ursache für einen Schwindel sein. Nicht  zuletzt sollte durch eine ausführliche Anamnese die Ursache eines Schwindels durch Medikamente (Blutdrucksenker, Antidepressiva, Schlaftabletten) und durch den Missbrauch von Alkohol, Drogen und Nikotin ausgeschlossen werden.

Ihr Arzt wird mit einer ausführlichen Anamnese, einer neurologischen und körperlichen Untersuchung in Verbindung mit einer Laboruntersuchung, einer Untersuchung des Herzkreislaufsystems (RR-Messung, EKG, 24-Std.EKG), und der hirnversorgenden Gefäße (Carotisdoppler) zunächst die häufigsten Ursachen für einen Schwindel ausschließen. So ist vor allem bei jüngeren Patienten in 80% aller Fälle eine harmlose „Blockade“ im Innenohr für einen so genannten Lagerungsschwindel verantwortlich und kann schon durch eine einfache körperliche Untersuchung festgestellt werden. Sollte jedoch durch die Untersuchungen beim Hausarzt keine Ursache für den Schwindel gefunden werden, so ist die Überweisung zu einem Augen- und HNO-Arzt unumgänglich. Durch bildgebende Verfahren des Gehirns (MRT, Angiographie) sollte bei weiter unklarem Schwindel eine Erkrankung des zentralen Nervensystems unbedingt ausgeschlossen werden.
Ihr Praxisteam