Archiv des Autors: Dr. med. G. Schönberger

Praxis-Info Dezember 2019

Liebe Patientin, lieber Patient,

                      unsere Praxis ist im Dezember und Januar vom

                                      23.12.2019 bis 06.01.2020

                                                 geschlossen

Wir möchten Sie deshalb bitten Ihren Medikamentenbedarf für diese Zeit zu überprüfen und Rezeptbestellungen bis spätestens 20.12.2019 zu tätigen.

 

In dringenden Fällen bitten wir Sie, während der o.g. Praxisferien den ärztlichen Not – und Bereitschaftsdienst  Ihrer Heimatgemeinde in Anspruch zu nehmen. Die jeweiligen Ansprechpartner können Sie den Tageszeitungen  entnehmen oder über die Telefonnummer  116 117 erfragen.

Für akute Notfälle beachten Sie bitte jedoch folgenden Hinweis:

Die Rufnummer  19222  ist nur noch für die Anforderung von regulären Krankentransporten anzuwählen und entfällt damit als Notrufnummer.

Die 112 gilt mittlerweile als EU-weite Notrufnummer.  Mit Anwahl der 112 (ohne Ortsvorwahl) werden Sie sofort mit der für Sie zuständigen Rettungsleitstelle verbunden.

Wir hoffen, dass dies während der Festtage nicht erforderlich sein wird und wir uns im Neuen Jahr  „in alter Frische“  wiedersehen. Wir wünschen      Ihnen ein friedliches Weihnachtsfest und Alles Gute im neuen Jahr!

 Wie in jeder Praxisinfo möchten wir Sie auch im Dezember über ein medizinisches Thema informieren. Der Jahreszeit entsprechend über

                Infektionen der Atmungswege und des Atmungsorganes.

Gemeint sind dabei durch Viren und/oder Bakterien verursachte Erkrankungen der Atemwege (Rachen-Nasenraum, Luftröhre und Bronchien) und des Atmungsorganes (Lungen). Eine wichtige Rolle spielen bei diesen Erkrankungen auch die so genannten Nasennebenhöhlen (z.B. Kieferhöhle und Stirnhöhle) da diese oft mitbeteiligt, oder sogar der Auslöser einer solchen Erkrankung sind. Gerade bei einem zunächst banal erscheinenden Schnupfen kann sich über eine Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) eine Bronchitis (Sinubronchiales Syndrom) oder sogar eine Lungenentzündung (Pneumonie) entwickeln. Um solche Komplikationen zu verhindern, sollte deshalb auch bei einem scheinbar banalen Schnupfen, der sich innerhalb von 3 Tagen nicht deutlich bessert, der Arzt aufgesucht werden.

Die häufigsten Symptome von Atemwegserkrankungen sind:

Husten (zunächst trocken und deshalb besonders quälend), Schleimbildung,

Luftnot (Kurzatmigkeit bei körperlicher Anstrengung) , Halsschmerzen, Heiserkeit und eventuell Fieber über 38,0 Grad (bei Erwachsenen eher selten). Geht eine Erkrankung der Atemwege bei einem Erwachsenen mit Fieber einher, so liegt gerade in dieser Jahreszeit der Verdacht auf eine echte Influenza (Virusgrippe) nahe. Wir hoffen Sie haben sich rechtzeitig dagegen durch eine Grippeimpfung geschützt! Wenn nicht, so holen Sie diese Impfung auch jetzt noch rasch nach!

 Es gibt eine weitere Impfung gegen schwerwiegende Erkrankungen der Atemorgane, die Pneumokokkenimpfung. Pneumokokken sind Bakterien und zählen zu den häufigsten Auslösern schwer verlaufender bakterieller Infektionen vorwiegend der Lungen und der Hirnhäute. An einer Pneumokokkeninfektion sterben jährlich 1,6 Millionen Menschen weltweit. Personen ab dem 60. LJ und Patienten mit chronischen Erkrankungen, z.B. Diabetiker, Tumorpatienten, Herz-Kreislauf-Geschädigte, sollten sich auch bereits vor dem 60. Lebensjahr gegen Pneumokokken impfen lassen. Lassen Sie Ihren Impfschutz überprüfen.

 Eine akute Erkrankung der Atemwege, vor allem der Bronchien (Bronchitis) wird, wie bereits erwähnt, in der Regel durch eine Infektion mit Viren oder Bakterien verursacht. Durch die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese), eine körperliche Untersuchung der Atemwege (Auskultation), einer Ultraschalluntersuchung der Nasennebenhöhlen, einem Rachenabstrich und durch ein Blutbild kann Ihr Arzt die Ursache der akuten Atemwegserkrankung diagnostizieren und damit eine adäquate Therapie einleiten. Bei einer durch Viren ausgelösten Infektion der Atemorgane steht eine symptomatische Therapie mit Sekretlösern und Entzündungshemmern in Verbindung mit Hustenblockern im Vordergrund. Auf eine strikte körperliche Schonung ist zu achten. Von Saunagängen und „Erkältungsbädern“ ist wegen der dadurch bedingten zusätzlichen Belastung für das Herz-Kreislaufsystem während eines solchen Infektes dringend abzuraten. Nur bei einer bakteriell verursachten Infektion der Atemwege, hierbei kommt es in der Regel zu einer Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Blutbild, ist eine antibiotische Behandlung angezeigt um den Verlauf der Erkrankung zu verkürzen, Komplikationen zu vermeiden und einer Chronifizierung vorzubeugen.

Ihr Praxisteam

Praxis-Info November 2019

Liebe Patientin, lieber Patient,

zunächst möchten wir Sie zu einer wichtige personelle Veränderung in unserer Praxis informieren. Frau Dr. Laura Hiesinger, Fachärztin für Allgemeinmedizin, wird nach ihrer Elternzeit unser Ärzteteam wieder verstärken. Wir wünschen ihr einen guten Einstand und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

 

Mit Nachdruck möchten wir Sie noch an die Impfung gegen die Virusgrippe (Influenza) erinnern (siehe Praxisinfo vom Oktober 2019)! Sollten Sie also noch nicht gegen die Influenza geimpft sein, lassen Sie sich jetzt gegen die in den Wintermonaten häufig auftretende Virusgrippe impfen! Wir halten den Impfstoff für Sie bereit!

 

In der „dunklen Jahreszeit“ fallen viele Menschen in den so genannten         

                                          „WINTERBLUES“.

Wir möchten Ihnen deshalb in dieser Praxisinfo einige Tipps zum Umgang mit diesem Phänomen geben.

Jede dritte Frau und jeder vierte Mann ist von diesem jahreszeitlichen Stimmungstief betroffen. Aber nicht alle, die davon betroffen sind, haben deshalb gleich eine Depression. Was aber kann gegen den gewöhnlichen „Winterblues“ helfen?

  1. Lassen Sie die Stimmungsschwankungen zu. So wie die Natur sich bis zum Wiedererwachen im Frühjahr zurückzieht dürfen Sie sich jetzt auch Ruhe gönnen.
  2. Der Mangel an Sonnenlicht beschert uns in dieser Jahreszeit Müdigkeit und Antriebsarmut. Gehen Sie deshalb, wann immer es Ihnen möglich ist, nach draußen. Eine halbe Stunde im Freien hat auch bei bedecktem Himmel eine positive Wirkung. Ersatzweise können 15 Minuten einmal in der Woche in einer Sonnenbank hilfreich sein. UV-Licht in jeder Form aktiviert nämlich die Bildung von Vitamin D3, stimuliert so das Immunsystem und wirkt einer Depression entgegen.
  3. Bewegen Sie sich auch bei schlechtem Wetter im Freien. Körperliche Anstrengung setzt „Glückshormone“ im Gehirn frei. Es gilt dabei der alte Spruch: „Es gibt kein falsches Wetter, sondern nur falsche Kleidung“.
  4. Gönnen Sie sich was. Ein schmackhaftes Essen, einen Kino- oder Theaterbesuch. Einfach etwas wozu im Sommer wieder einmal keine Zeit war.
  5. Bauen Sie sich zu Hause ein „Nest“ wenn es draußen dunkel und ungemütlich ist. Machen Sie es sich bequem, hören Sie Musik, lesen Sie ein Buch, das Sie immer schon einmal lesen wollten und lassen Sie das „Faulsein“ zu.

Wenn allerdings die Niedergeschlagenheit zur Hoffnungslosigkeit wird, die Müdigkeit zur bleiernen Schwere und dieser Zustand vor Allem in den Vormittagsstunden über mehrere Wochen anhält, ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie doch an einer Depression leiden. Suchen Sie dann frühzeitig ärztlichen  Rat und lassen Sie sich helfen, denn diese Erkrankung ist sicher eine der am meisten verdrängten und von den betroffenen Patienten mit Nachdruck negierten Gesundheitsstörung.

Körperliche Beschwerden darf man haben, aber doch keine seelischen Probleme, „ich doch nicht!“

Nach statistischen Erhebungen verbirgt sich jedoch in circa 9% aller Fälle hinter den in einer Sprechstunde geklagten körperlichen Beschwerden eine Depression. Man spricht in solchen Fällen von einer Depression mit Somatisierung. Das heißt, die oft vorhandenen heftigen körperlichen Symptome sind in Wirklichkeit Ausdruck eines primär seelischen Leidens oder Konfliktes aus den unterschiedlichsten Gründen.

Yesavage hat für Patienten eine so genannte Depressionsskala zur Selbstbeurteilung entwickelt. Hierzu sollten folgende Fragen beantwortet werden:

  • sind Sie mit Ihrem Leben unzufrieden?
  • haben Sie Aktivitäten und Interessen, die Ihnen wichtig waren, aufgegeben?
  • haben Sie das Gefühl Ihr Leben sei ohne Sinn?
  • sind Sie oft gelangweilt?
  • sind Sie häufig schlecht gelaunt?
  • haben Sie Ängste, die Sie bisher nicht kannten?
  • stehen Sie morgens ungern, unausgeruht und erschöpft auf?
  • fühlen Sie sich oft hilflos?
  • hadern Sie mit Ihrer Vergangenheit und ihrem Leben?
  • halten Sie ihr Gedächtnis für schlechter als das anderer?
  • leben Sie ungern in unserer Zeit?
  • sind Sie kontaktscheu geworden?
  • haben Sie keine Pläne für die Zukunft?
  • ist Ihnen oft zum Weinen zumute?
  • haben Sie das Gefühl, dass alle anderen es besser haben als Sie?

Wenn mehr als 6 Punkte aus diesem Fragenkomplex mit einem „Ja“ beantwortet werden, dann sollte das Gespräch mit dem Arzt gesucht werden, um das Vorliegen einer depressiven  Erkrankung auszuschließen. An einer Depression zu leiden ist keine Schande, auch wenn man meint, dass die Umgebung so denken könnte. Ihr Arzt ist in der Lage bei einer echten Depression zu helfen. Lassen Sie sich beraten!

Ihr Praxisteam

Praxis-Info Oktober 2019

Liebe Patientin, lieber Patient,

 wie bereits in der Praxisinfo vom September angekündigt, ist unsere Praxis am 04., 07. und 08. Oktober wegen der Einrichtung einer neuen EDV-Anlage geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis!

 

Trotz der manchmal noch warmen Herbsttage steht unverkennbar die kalte Jahreszeit vor der Tür. Diese ist erfahrungsgemäß auch die Zeit für

                     

                     E R K Ä L T U N G S K R A N K H E I T E N.

Wobei es sich hierbei meist um Infektionen der Atemwege durch eher harmlose Rhinoviren handelt.

Diese Erkrankungen dauern in der Regel „mit Doktor acht Tage und ohne Doktor eine Woche“. Das heißt, dass unser Immunsystem in der Lage ist, innerhalb von circa acht Tagen mit dieser Art Erkrankung fertig zu werden. Lediglich die Symptome einer solchen Erkrankung können durch verschiedene Medikamente gelindert werden. So zum Beispiel durch  Sekret – und Hustenlöser oder durch so genannte Entzündungshemmer.

Allerdings können solche Infektionen der oberen Luftwege auch durch weniger harmlose Bakterien verursacht werden. In einem solchen Fall kann eine Infektion zu erheblichen Komplikationen, wie zum Beispiel zu einer Lungenentzündung, führen. Ihr Arzt ist durch eine körperliche Untersuchung und durch die Anfertigung des Blutbildes in wenigen Minuten in der Lage, zwischen einer viral oder bakteriell verursachten Erkältungskrankheit zu unterscheiden. Bei einer bakteriellen Ursache der Erkrankung ist dann, um Komplikationen und schwerere Verläufe zu vermeiden, eventuell eine Therapie mit einem Antibiotikum erforderlich. Bei einem durch Rhinoviren ausgelösten Infekt zeigen Antibiotika keine therapeutische Wirkung. Da eine Unterscheidung der Ursache für eine zunächst möglicherweise harmlos wirkende Erkältung für den Laien nicht möglich ist, empfiehlt sich bei einem Verlauf von mehr als drei Tagen ohne erkennbare Besserung auf jeden Fall der Arztbesuch, um Komplikationen, wie geschildert, zu vermeiden!

 Sie können durch eine vitaminreiche und ausgewogene Ernährung  Ihre „Abwehrlage“ gegen Infektionskrankheiten verbessern. Saunagänge und Sport sind in einer „krankheitsfreien Phase“ ebenfalls geeignet, Ihre Abwehrkräfte gegen Infekte der oberen Luftwege in dieser Jahreszeit zu stärken. Während einer auch scheinbar banalen Infektion sollten Sie jedoch körperliche Belastungen, wie Saunagänge, Sport oder gar die immer noch von Apothekern empfohlenen „Erkältungsbäder“ meiden!

 Keinen Schutz bieten diese Maßnahmen jedoch gegen die echte

Virusgrippe. Einzig geeignet zur Abwehr einer solchen schwerwiegenden Erkrankung ist die

                                                   „G R I P P E I M P F U N G“.

Wir bieten Ihnen ab dem 14. 10. 2019 im Rahmen einer Impfaktion die Möglichkeit, sich in unserer Praxis gegen die aktuellen Virusgrippeerreger impfen zu lassen. Der Impfschutz besteht nach einer einmaligen Impfung

für etwa sechs Monate. Sie können damit also die Hauptansteckungszeit für eine Virusgrippe, nämlich die Herbst – und Wintermonate gefahrlos überbrücken. Denken Sie bitte daran, dass im letzten Jahr in Deutschland circa 11 000 Menschen an einer solchen Virusgrippe verstorben sind!

Kommen Sie einfach während der üblichen Sprechstundenzeiten und lassen sich von uns impfen! Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wer sollte sich nun unbedingt gegen eine Virusgrippe impfen lassen?

Alle Personen mit einem reduzierten Infektionsschutz: z.B. Diabetiker, Stoffwechselerkrankte, Tumorpatienten, Patienten mit einer abgelaufenen EBV – Infektion (Pfeiffer`sches  Drüsenfieber), Fibromyalgiepatienten, Patienten mit Blutkrankheiten ( Mangel an weißen Blutkörpern ) und generell  Personen ab dem 60. Lebensjahr.

  1. Personen mit vielen Menschenkontakten: z.B.   Benutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln, Pflegepersonal, Personen im Schalterdienst, Lehrer, Arzthelferinnen , Krankenschwestern, Ärzte, Kindergärtner/in.
  2. Personen mit hoher körperlicher Belastung: z.B. Schichtarbeiter, Nachtdienstarbeiter, Sportler.
  3. Patienten mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Einschränkung der Lungenfunktion ( COPD, Asthma bronchiale).
  4. Schwangere ab dem 6. Schwangerschaftsmonat.
  5. Angehörige von chronisch Kranken.

 Während einer banalen Erkältungskrankheit sollte jedoch kurzfristig auf eine Virusgrippeimpfung verzichtet werden. Nach Abklingen einer solchen Infektion sollte dann allerdings unverzüglich geimpft werden.

 Um Enttäuschungen zu vermeiden, möchten wir  jedoch darauf hinweisen, dass eine Impfung nur gegen die gefährliche Virusgrippe, nicht jedoch gegen einen banalen Schnupfen oder eine banale Infektion der oberen Luftwege schützt. Bei einer solchen Erkrankung stehen, wie bereits ausgeführt, bewährte Medikamente der Allo –  und Homöopathie zur Verfügung. Sollten Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, beraten wir Sie jederzeit gerne.

Ihr Praxisteam

Praxis-Info September 2019

Liebe Patientin, lieber Patient,

zunächst ein organisatorischer Hinweis für  Oktober. Wir möchten unsere Patienten vorsorglich bereits jetzt darauf hinweisen, dass unsere Praxis am 04., 07. und  08. Oktober wegen der Installation einer neuen EDV-Anlage geschlossen sein wird. Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis.

 Wir möchten Sie auch in dieser Praxisinfo zu einem wichtigen medizinischen Thema informieren:                                                               KOPFSCHMERZ

Der Wissenschaft sind 367 Arten von Kopfschmerzen bekannt. Nach statistischen Erhebungen der Krankenkassen haben 70 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Deutschland regelmäßig Kopfschmerzen.

Man unterscheidet dabei zwischen primären Kopfschmerzen und sekundären Kopfschmerzen die durch unterschiedliche Gesundheitsstörungen ausgelöst werden können. Als Folge von Kopfschmerzen werden in Deutschland jährlich 2,55 Milliarden Kopfschmerztabletten eingenommen. Das geschieht häufig ohne ärztliche Kontrolle, da viele Kopfschmerztabletten frei verkäuflich sind. Aus diesem Konsumverhalten kann sich der sogenannte „Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerz“ entwickeln. Dieser steht in der Statistik der primären Kopfschmerzen nach der Migräne, dem Clusterschmerz und dem Spannungskopfschmerz an vierter Stelle der Häufigkeit von Kopfschmerzen, denn Kopfschmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol schaffen bei längerer Einnahme eine Abhängigkeit in Form von Entzugskopfschmerzen. Die Betroffenen kommen dann ohne Kopfschmerzmedikamente nicht mehr zurecht. Hier hilft dann nur eine längerfristige Einnahmepause. Um die Entwicklung dieser Kopfschmerzart zu vermeiden sollte man diese Kopfschmerzmittel maximal an drei aufeinander folgenden Tagen einnehmen. Sollten danach die Beschwerden immer noch bestehen empfiehlt es sich den Arzt zu konsultieren, um eventuell schwerwiegende Ursachen der aktuellen Kopfschmerzen auszuschließen.

> Primäre Kopfschmerzen und deren Symptome:

  1. Spannungskopfschmerz: Muskuläre Nackenschmerzen, drückend wie ein Eisenring um den gesamten Kopf. Keine vegetativen Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, Dauer Minuten bis Tage, meist ausgelöst durch konzentrierte Arbeit in starrer Haltung z. B. am Computer. Besserung durch Entspannungsübungen (Jacobson) und Bewegung an der frischen Luft.
  2. Migräne: Vorboten über 4 bis 48 Std. mit Übelkeit und Erbrechen, Lichtscheu, Schwindel, zunächst halbseitiger pulsierender Kopfschmerz, Dauer von 4 bis 72 Std., Beschwerden verstärkt durch körperliche Tätigkeit. Verhinderung durch rechtzeitige Einnahme von speziellen Migränemedikamenten.
  3. Cluster-Kopfschmerz (Bing-Horton-Neuralgie): Halbseitiger Kopfschmerz. Häufig ein bis zwei Std. nach dem Einschlafen, in den frühen Morgenstunden oder nach dem Mittagessen. Schmerzcharakter unerträglich, reißend und bohrend in der Regel um ein tränendes Auge herum mit Lidschwellung und verstopfter Nase. Keine Übelkeit, kein Erbrechen. Oft durch sehr histamin- haltige Speisen oder Getränke, z. B. Rotwein ausgelöst. Dauer mehrere Stunden, Ursachenermittlung z. B. Schmerztagebuch und Vermeidung der Auslöser.

 

>Sekundäre Kopfschmerzen und deren Ursachen:

  1. Bluthochdruck: sowohl hoher, als auch niedriger Blutdruck sind die häufigste Ursache für sekundäre Kopfschmerzen.
  2. Schädelhirntraumen: Hirnerschütterung, Schädelprellungen.
  3. Veränderungen an der Halswirbelsäule: mit Muskelverspannungen.
  4. Veränderungen der Sehstärke: Neue Brille, Computerarbeitsplatz.
  5. Glaukom (grüner Star): Erhöhter Augendruck
  6. Herpes Zoster: Trigeminusneuralgie
  7. Vakuumkopfschmerz: Belüftungsstörung der Nasennebenhöhlen
  8. Hirnblutungen:
  9. Arteritis der Schläfenarterien: Riesenzellarteritis
  10. Hustenkopfschmerz: Nach heftigen Hustenattacken z. B. Bronchitis.
  11. Sexualkopfschmerz: Unmittelbar vor dem Orgasmus.
  12. Hirnhautentzündungen: FSME, Meningitis.
  13. Hirntumoren: Durch Raumforderung im knöchernen Schädel.

 Kopfschmerz ist demnach keine Diagnose sondern die Beschreibung eines Symptoms  der unterschiedlichsten Form und Ausprägung. Entscheidend ist, dass bei einem Kopfschmerz der länger als drei Tage anhält frühzeitig eine Ursache für die Beschwerden gefunden wird. Ihr Arzt wird zunächst eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte durchführen. Eine neurologische Untersuchung ist ebenso angezeigt wie eine körperliche Untersuchung (z.B. Blutdruck?). Sollte hierbei keine eindeutige Zuordnung der Kopfschmerzen möglich sein, wird eine Laboruntersuchung mit Feststellung von Entzündungsparametern ebenso weiterführen, wie die Durchführung „bildgebender Verfahren“ mittels Computertomographie und MRT. Sinnvoll ist zusätzlich eventuell ein neurologisches sowie Augen-und HNO-ärztliches Konsil.  Erst wenn dann die Ursache für die Kopfschmerzen zweifelsfrei feststeht wird Ihr Arzt eine zielgerichtete Therapie einleiten. Lassen Sie sich beraten!

Ihr Praxisteam