Praxis-Info November 2021

Liebe Patientin, lieber Patient,

wir hoffen, dass Sie Alle bisher gut durch die „Coronazeit“ gekommen sind.   Lassen Sie sich durch die immer wieder aufflammende Diskussion über den Sinn und Zweck der bisher ergriffenen Hygienemaßnahmen und die Impfung gegen das Covidvirus durch die kursierenden Verschwörungstheorien nicht verunsichern. Die Bilder aus Italien, Spanien, Frankreich, New York und zuletzt Brasilien sollten dabei nicht vergessen werden!

Durch die konsequente Umsetzung der Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes und die zwischenzeitlich im großen Umfang erfolgten Impfungen sind diese Folgen der Coronapandemie in Deutschland bisher weitgehend vermieden worden. Sollten Sie noch nicht gegen das Covidvirus geimpft sein empfehlen wir Ihnen dringend die Impfung. Wir verfügen über ausreichend Impfstoff. Lassen Sie sich beraten und vereinbaren Sie einen Impftermin in unserer Praxis.

Leider war in den letzten Monaten eine deutliche Verunsicherung auch bei unseren Patienten dahingehend festzustellen ob man durch einen Besuch in einer Arztpraxis oder in einem Krankenhaus durch die Infektionsgefahr mit dem Covid-19-Virus in diesen Einrichtungen seine Gesundheit nicht mehr gefährdet als durch das Verdrängen und Verschleppen einer möglicherweise schwerwiegenden Erkrankung. Sie dürfen versichert sein, dass in den Praxen und Kliniken strengste Hygienemaßnahmen gelten und auch schon zum Schutz der Mitarbeiter im Umgang mit Patienten konsequent angewandt werden. Eine Gefährdung unserer Patienten kann dabei durch strikte Einhaltung der Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes und durch die vollständige Impfung der Praxismitarbeiter ausgeschlossen werden. In einer Arztpraxis und Klinik sind Sie zurzeit vor einer Ansteckung mit dem Covid-19-Virus sicher mehr geschützt als in jedem Lokal oder Bau – und Supermarkt.

Verzögern Sie deshalb bei akuten Erkrankungen nicht die Diagnosestellung und damit die notwendige Therapie. Vermeiden Sie bei chronischen Erkrankungen wie zum Beispiel einem Diabetes mellitus, einer Stoffwechselerkrankung oder einem Bluthochdruck eine Verschlimmerung durch fehlende Kontrolluntersuchungen. Tumorpatienten sollten auf keinen Fall auf eine regelmäßige Kontrolle der Tumorparameter  und damit auf eine Nachsorge verzichten! 

 Wichtig ist uns auch der Hinweis gerade jetzt nicht auf prophylaktische Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge zu verzichten. Hierzu gehören vor allem Impfungen. Bei Durchsicht der uns vorgelegten Impfpässe mussten wir wiederholt feststellen, dass wichtige Impfungen entweder ganz fehlen oder dass der Impfschutz abgelaufen war und sinnvolle Auffrischungsimpfungen versäumt wurden.

Gerade in Hinblick auf die Gefährdung durch das Coronavirus ist eine Stärkung des Immunsystems durch einen vollständigen Impfschutz dringend zu empfehlen! Neben einem Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Masern, Hepatitis A und B und gegen die Frühsommermeningitis (FSME) ist gerade jetzt der Impfschutz gegen Erkrankungen der Atemorgane für bestimmte Risikogruppen  dringend angezeigt.

Hierzu gehört ein ausreichender Impfschutz gegen eine Infektion mit Pneumokokken. Pneumokokken sind Bakterien die zu den häufigsten Auslösern schwer verlaufender bakterieller Infektionen vorwiegend der Lungen und der Hirnhäute zählen. An einer Infektion mit Pneumokokken versterben jährlich 1,6 Millionen Menschen weltweit. Außerdem kann diese Impfung eine bakterielle Superinfektion bei einer durch das Covid-19-Virus ausgelösten Lungenentzündung verhindern. In Deutschland wird deshalb dringend empfohlen alle Personen über 60 Jahren dagegen zu impfen. Personen mit chronischen Erkrankungen, z.B. Diabetiker, Tumorpatienten, Herz-Kreislauf-Erkrankte, sollten sich auch bereits vor dem 60. Lebensjahr gegen Pneumokokken impfen lassen. Empfohlen werden Impfungen mit den sich ergänzenden und in der Wirkung verstärkenden Impfstoffen  „Prevenar“ und „Pneumovax“ in einem bestimmten zeitlichen Abstand. Der danach bestehende Impfschutz sollte nach 6 Jahren spätestens mit einer neuerlichen „Pneumovaximpfung“ aufgefrischt werden.

Eine ebenso wichtige Impfung gegen eine schwerwiegende Atemwegserkrankung ist die Impfung gegen Keuchhusten (Pertussis). Dies gilt für Alle, besonders aber für Frauen mit Kinderwunsch, für Betreuer eines Kindes, wie Tagesmütter, Babysitter,  aber natürlich auch für  Eltern und Großeltern.

Für Patienten mit chronischen Erkrankungen ist ab dem 50. LJ und generell ab dem 60. LJ der Erwerb eines Impfschutzes gegen den Erreger einer Herpes-Zoster-Infektion (Gürtelrose) dringend zu empfehlen. Die Impfung erfolgt mit dem Impfstoff Shingrix. Nach der ersten Impfung ist eine 2. Impfung nach 2-6  Monaten zum Erwerb des vollen Impfschutzes erforderlich. Die Impfung sollte nach 4 Jahren aufgefrischt werden.

Mit Beginn der kalten Jahreszeit ist die Impfung gegen das Influenzavirus ein Muss. Wir verweisen hierzu auf die „Praxisinfo Oktober“. Vereinbaren Sie einen Termin, ausreichender Impfstoff steht heuer zur Verfügung. Die Grippeimpfung kann gleichzeitig mit einer Erst-Zweit-oder Auffrischungsimpfung gegen das Covidvirus erfolgen.

Werfen Sie einen Blick in Ihren Impfausweis und lassen Sie sich beraten!

Ihr Praxisteam