Praxisinfo Dezember 2020

Liebe Patientin, lieber Patient,

 ein sehr ungewohntes Jahr geht zu Ende. Es war auch für uns teilweise sehr anstrengend und herausfordernd. Aber vor allem mit ihrer Geduld, Umsicht und Einsicht, konnten wir die Hygiene Bestimmungen einhalten und den Praxisalltag weiterführen. Vielen Dank dafür! Jetzt ist es aber an der Zeit, dass wir uns auch etwas erholen und Zeit für unsere Familien finden. Deshalb ist die Praxis an den Weihnachtsfeiertagen

vom Mittwoch, den 23.12.2020 bis einschließlich Mittwoch, den 06.01.2021 geschlossen.

Am 21. und 22.12.2020 sind wir nach telefonischer Vereinbarung für sie da.

Wir möchten Sie deshalb bitten ihren Medikamentenbedarf für diese Zeit zu überprüfen und Rezeptbestellungen bis spätestens 18.12.2020 zu tätigen. In dringenden Fällen bitten wir Sie, in dieser Zeit den ärztlichen Not – und Bereitschaftsdienst  ihrer Heimatgemeinde in Anspruch zu nehmen. Die jeweiligen Ansprechpartner können Sie den Tageszeitungen  entnehmen oder über die Telefonnummer 116 117 erfragen. Für akute Notfälle rufen sie bitte die 112 an!

Aufgrund der aktuellen Lage und aufgrund der Vielzahl an Informationen, mit teils niedrigem Wahrheitsgehalt, wollen wir ihnen hier den aktuellen Stand über die bevorstehende Corona Impfstrategie vorstellen. Alle hier genannten Informationen beziehen sich auf das LGL (Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit), das RKI (Robert-Koch Institut) und die NaLI (Nationale Lenkungsgruppe Impfen). Bitte beachten Sie, dass aufgrund des schnellen Fortschrittes die Hinweise dieser Praxis Info (Stand 30.11.2020) bald überholt sein können.

Aktuell steht noch kein zugelassener Impfstoff gegen das neue Corona Virus (SARS-CoV-2) und die dadurch ausgelöste Erkrankung COVID-19 in Deutschland zur Verfügung. Derzeit befinden sich weltweit bereits eine Vielzahl von Impfstoffkandidaten in der Entwicklung. Aktuell sind 48 Impfstoffkandidaten in der klinischen Prüfung. Diese müssen jedoch noch mehrere Phasen der Testung durchlaufen. Wie jeder andere Impfstoff, wird auch ein neuer Impfstoff, der vor der Infektion mit dem SARS-CoV-2 schützen soll, intensiv geprüft. Die verschiedenen Impfstoff-Kandidaten durchlaufen jeweils streng kontrollierte Prozesse. Es gibt dafür klare Vorgaben, bevor sie zur Anwendung am gesunden Menschen kommen. Das Zulassungsverfahren für einen Impfstoff ist ein aufwändiger Prozess und unterliegt strengen wissenschaftlichen und gesundheitspolitischen Kontrollen. Es scheint aber möglich zu sein, dass es diesmal gelingt, so schnell wie noch nie einen Impfstoff zu entwickeln, der den hohen nationalen und internationalen Qualitätsanforderungen entspricht. Es zeichnet sich ab, dass mit ersten sicheren und wirksamen Impfstoffen gegen SARS-CoV-2, die vor COVID-19 schützen, ab Anfang 2021 zu rechnen sein könnte. Aber die anfängliche Knappheit von COVID-19-Impfstoffen erfordert Auswahlentscheidungen darüber, wer zuerst geimpft werden soll. Priorisierungsentscheidungen berühren ethisch wie rechtlich elementare Fragen, insbesondere der Gesundheitsschutz jedes Einzelnen sowie der Gerechtigkeit und der Solidarität zwischen allen betroffenen Mitgliedern einer Gesellschaft. Hier hat die ständige Impfkommission (STIKO) im gemeinsamen Positionspapier mit der Leopoldina und dem Deutschen Ethikrat einen  Leitfaden für die Entwicklung einer eigenständigen detaillierten COVID-19-Impfempfehlung erarbeitet. Für die Findung einer fairen Priorisierung hat die NaLI folgende Impfziele zugrunde gelegt: -Verhinderung schwerer COVID-19-Verläufe und Todesfälle, -Schutz von Personen mit besonders hohem arbeitsbedingten SARS-CoV-2-Expositionsrisiko, -Verhinderung von Verbreitung sowie Schutz in Umgebungen mit hohem Anteil vulnerabler Personen (z.B. Pflegeheimen) und -Aufrechterhaltung staatlicher Funktionen und des öffentlichen Lebens. Impfungen setzen prinzipiell eine aufgeklärte, freiwillige Zustimmung voraus. Eine allgemeine Impfpflicht wird es nicht geben. Jede Person hat das Recht, das Angebot einer priorisierten Impfung abzulehnen. Es wird aller Voraussicht nach ab Mitte Dezember in Bayern circa 100 Impfzentren geben.  Jeder Landkreis soll mindestens an einem Ort die Möglichkeit bieten, die Impfung gegen das Corona Virus vornehmen zu lassen. Allerdings wird man sich nur mit einem Termin bzw. einer Einladung impfen lassen können. Näheres wird in den nächsten Tagen bekannt werden. Ob mit der Corona Impfung (die aller Wahrscheinlichkeit nach deutlich unter dem Gefrierpunkt gekühlt werden muss) noch dieses Jahr begonnen werden kann, ist allerdings unklar.

Mehr denn je ist ein vollständiger Impfschutz entsprechend der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) wichtig. Für Erwachsene (speziell Personen über 60 Jahren und  Menschen mit Vorerkrankungen) sind dies: die Pneumokokken-Impfung (en), die  Grippe-Impfung, die Tetanus/Diphtherie/Keuchhusten- Auffrischimpfung und die Herpes-Zoster-Impfung. Diese sollten auf jeden Fall wie geplant durchgeführt werden. Wichtig ist aber, dass die Impfung die Vorbeugung durch Hygienemaßnahmen nicht ersetzt und dies insbesondere, solange die Impfquoten niedrig sein werden. Aber eine gute Nachricht gibt es noch: All unsere Maßnahmen zur Vermeidung der Covid-19 Infektion haben dazu beigetragen, dass sich insgesamt die Zahl der über-Tröpfchen-Infektion-übertragenen Erkrankungen deutlich reduziert hat!

Wir wünschen Ihnen allen einen besinnlichen, und trotz allem fröhlichen Jahresausklang, wir freuen uns Sie ab dem 07.01.2021 wieder in der Praxis zu begrüßen. Bleiben Sie gesund!

Ihr Praxisteam