Praxis-Info Mai 2020

Liebe Patientin, lieber Patient,

 das Covid-19-Virus hat uns weiterhin im Griff. Wir haben uns deshalb entschlossen, den Empfehlungen der Experten zu folgen und den Praxisbetrieb nur noch unter Verwendung von Mund-Nasen-Schutz-Masken durchzuführen. Da diese Masken immer noch nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen, möchten wir Sie bitten nach Möglichkeit mit einer eigenen Maske die Praxis aufzusuchen. Wir verfügen derzeit über eine sehr beschränkte Anzahl an Masken, so dass wir Sie nur eingeschränkt beim Betreten unserer Anmeldung damit versorgen können. Wir bitten um Ihre Mithilfe und um Ihr Verständnis. Ansonsten bitten wir Sie beim Betreten der Praxis die Möglichkeit zur Handdesinfektion im 1. Stock zu nutzen und auf ausreichenden Abstand bei der Anmeldung und im Wartezimmer zu anderen Patienten zu achten.

Zahlreiche Patienten vermeiden aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Covid-Virus zur Zeit Arztbesuche. Bedenken Sie bitte dabei, dass daraus eine nicht unerhebliche Gefahr für Ihre Gesundheit resultieren kann. Krankheitssymptome zu negieren kann erhebliche Spätfolgen nach sich ziehen. So ist nicht jeder Husten durch eine Coronainfektion verursacht. Auch ein ignorierter Heuschnupfen kann ein chronisches Asthma zur Folge haben. Kopfschmerzen können durchaus ein Symptom einer Covid-Infektion sein, sind aber viel häufiger durch möglicherweise  andere schwerwiegende Erkrankungen, wie zum Beispiel durch eine entgleiste Bluthochdruckerkrankung, verursacht. Bevor Sie also akute Krankheitssymptome verschleppen, nehmen Sie zumindest telefonischen Kontakt mit uns auf und lassen Sie sich beraten. Das gilt auch für scheinbar banale Infekte der oberen Luftwege. Für den medizinischen Laien ist die Bewertung von Symptomen sehr schwierig und der „Rat von Dr. Google“ oft irreführend!

Durch die Coronapandemie und den fehlenden medikamentösen Therapieansätzen ist eine längst überfällige Diskussion in den Focus der Bevölkerung gerückt worden:

wann gibt es einen wirksamen Impfstoff?

Schon in der „Vorcoronazeit“  haben  wir intensiv für einen ausreichenden Impfschutz bei unseren Patienten geworben. Es war vor allem  in den Herbstmonaten stets unser Anliegen die Patienten zur „Grippeimpfung“ zu motivieren. Die Bedeutung dieser Impfung für die Volksgesundheit ist angesichts der Coronapandemie in den letzten Wochen in den Hintergrund getreten. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) sind im Zeitraum Januar bis März 2020  39 000 Influenzafälle mit 225 Toten in Deutschland gemeldet worden. Wir befanden uns auch in der abgelaufenen Grippesaison mit Impfgegnern, uneinsichtigen Patienten und Verdrängern in schwierigen Überzeugungsgesprächen. Vielen war dabei nicht zu vermitteln, dass es zum Beispiel bei der Impfung gegen die Influenza nicht nur um den Schutz des Einzelnen vor einer möglicherweise tödlich verlaufenden Erkrankung geht, sondern auch darum, dass jeder Geimpfte die Weiterverbreitung der Influenza zum Beispiel an Risikopatienten in der häuslichen oder beruflichen Umgebung verhindert. Impfungen gegen die Influenza bewirken die jetzt für die Coronapandemie so herbeigesehnte    Herdenimmunität. Mit Entsetzen mussten wir des Öfteren feststellen, dass mit fragwürdigen Argumenten wie „ich hatte noch nie eine Grippe“ oder „ich bin einmal geimpft worden und war dann krank“ von Ärzten, Krankenschwestern, Gaststättenbetreibern und Betreuern älterer Verwandter die angestrebte Herdenimmunität für die Influenza unterlaufen wurde. Wenn die Coronapandemie etwas Positives bewirken kann, so wäre zu hoffen, dass das Verständnis für die Notwendigkeit eines ausreichenden Impfschutzes der Bevölkerung, wie er jetzt schon für zahlreiche und schwerwiegende Erkrankungen zur Verfügung steht, beim Einzelnen und der Gesamtbevölkerung Raum greift!

 

Bei der Gelegenheit, wissen Sie wo Ihr Impfausweis liegt, besitzen Sie überhaupt einen solchen und wenn ja wissen Sie über Ihren aktuellen Impfstatus Bescheid?

Über die für Sie wichtigen Impfungen beraten wir Sie gerne. Bringen Sie Ihren Impfausweis mit. Sollten Sie diesen nicht mehr auffinden oder die Einträge im Ausweis sehr lückenhaft sein, so empfiehlt sich anhand einer Antikörperbestimmung im Blut den für Sie aktuellen Impfstatus zu überprüfen.

Leider haben wir in den letzten Monaten feststellen müssen, dass Impfstoffe die zur jetzigen Zeit zum Schutz gerade der Corona Risikopatienten sehr dringend gebraucht würden, nicht zu erhalten sind. Dies gilt für Impfstoffe gegen die durch Pneumokokken verursachte Lungenentzündung, wie auch für den Impfstoff Shingrix gegen die Infektion mit Herpes Zoster (Gürtelrose). Wir bemühen uns weiterhin intensiv um die Beschaffung der Impfstoffe, fragen Sie einfach immer wieder bei uns nach.

Merke: Es fehlen nicht nur Masken und Schutzanzüge sondern auch wichtige Impfstoffe. Wir werden hoffentlich aus der Situation für die Zukunft die notwendigen Lehren ziehen!

Bleiben Sie gesund und lassen Sie sich dabei von uns helfen und beraten!

 

Ihr Praxisteam