Praxis-Info Juni 2019

Liebe Patientin, lieber Patient,

zunächst möchten wir Sie darüber informieren, dass unsere Praxis am 21.06. und 28.06. aus organisatorischen Gründen geschlossen ist.

Des Weiteren möchten wir Sie davon in Kenntnis setzten, dass Frau Maria Kubisova als Weiterbildungsassistentin zur Fachärztin für Allgemeinmedizin auf eigenen Wunsch zum 31.05.19 aus unserem Praxisteam ausgeschieden ist. Wir wünschen ihr für ihre private und berufliche Zukunft alles Gute.

 Heute wollen wir Sie, wie jedes Jahr um diese Zeit,  in einer Praxisinfo zu  wichtigen gesundheitlichen Aspekten vor Antritt einer Urlaubsreise beraten. Denn sicherlich planen auch Sie für die nächsten Wochen eine Urlaubsreise, vielleicht auch in exotische Länder. Befragungen von Flugreisenden ergaben, dass mehr als 40 % der Befragten vor Antritt der Reise keinen ärztlichen Rat einholten, keine Kenntnis über ihren aktuellen Impfstatus hatten und nicht vorab über eventuelle gesundheitliche Risiken an ihrem Urlaubsziel informiert waren. Das sollte Ihnen nicht passieren!

Unser Praxisteam nimmt regelmäßig an reisemedizinischen Fortbildungen, zum Beispiel durch das Tropeninstitut der Universität München, teil und kann Sie schon deshalb sachkundig zu den Fragen einer sinnvollen Reiseapotheke, zu Ihrem aktuellen Impfstatus und zu den gesundheitlichen Risiken an Ihrem Urlaubsziel  beraten. Nehmen Sie uns beim Wort.

Wie steht es mit Ihrem Impfstatus?  Wie in früheren  „Praxisinfos“ bereits mehrfach erwähnt, sollten Sie über einen Impfschutz gegen Tetanus, Keuchhusten, Diphtherie, Kinderlähmung ( Poliomyelitis ), FSME, Hepatitis  A   und gegen Hepatitis B verfügen. Abhängig vom Reiseziel ist  zusätzliche  eine Impfung  gegen Gelbfieber, Typhus, besondere Formen der Hirnhautentzündung  (Meningitis) und Tollwut sinnvoll und angezeigt.  

Kombinationsimpfstoffe gegen Hepatitis A und B, sowie gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis und Pertussis ( Keuchhusten ) können bei  Last – Minute – Reisen und unzureichendem Impfschutz gegen diese Krankheiten mit einer Injektion kurz vor Reiseantritt noch für einen ausreichenden Impfschutz sorgen. Sinnvoller ist es aber sicherlich, mit ausreichendem Zeitabstand vor einer Reise, die notwendigen Impfungen oder Impfauffrischungen in Einzelschritten durchzuführen. Wir sind gerne bereit Sie anhand Ihres Impfbuches entsprechend zu beraten.

 Weitere gesundheitliche Risiken bei Reisen in subtropische und tropische Länder bestehen aber auch durch Krankheiten gegen die keine Impfungen möglich sind. Im Vordergrund stehen hierbei Infektionskrankheiten, die zu Magen – Darmerkrankungen  mit Durchfällen führen. Hier empfiehlt  es sich entsprechende Medikamente in einer Reiseapotheke mitzuführen. Wir beraten Sie gerne bei der Zusammenstellung Ihrer Reiseapotheke. Sollten Sie während Ihrer Urlaubsreise in einem der oben genannten Länder an Durchfall erkranken, denken Sie bitte daran nach Ihrer Rückkehr, auch wenn Sie zwischenzeitlich keine Symptome der Erkrankung mehr aufweisen, Ihren Arzt aufzusuchen. Eine Stuhluntersuchung ist sinnvoll und immer angezeigt, um eventuell chronische Verläufe und Spätfolgen einer solchen Durchfallerkrankung auszuschließen bzw. zu vermeiden.

 Ein wichtiges Thema ist bei Reisen in subtropische und tropische Länder  die Prophylaxe gegen eine Malariainfektion. Diese Erkrankung wird durch den Stich der Anophelesmücke übertragen. Ein erhebliches Risiko danach an einer durchaus lebensgefährlichen Malaria tropica  zu erkranken besteht derzeit bei Reisen in afrikanische Länder südlich der Sahara, in das nördliche Indien,  in Länder Südostasiens sowie in Gebiete des Amazonas und seiner Nebenflüsse. Wichtigster Schutz vor dieser Erkrankung ist die Vermeidung des Mückenstiches durch chemischen Mückenschutz (NoBite), Moskitonetze und entsprechende Kleidung. Eine zusätzliche Prophylaxe durch bestimmte Medikamente wie z.B. Lariam, Malarone, Resochin oder Doxycyclin  ist bei Reisen in die o.g. Gebiete dringend zu empfehlen.  Lassen Sie sich von uns beraten.

 Eine häufig unterschätzte Erkrankung, die ebenfalls durch einen Mückenstich   (Aedesmücke ) übertragen wird, ist das Dengue – Fieber. Das Dengue-Fieber hat sich in den letzten Jahren erheblich ausgebreitet und große Epidemien in Südostasien und Lateinamerika verursacht. Heute ist diese Erkrankung in circa 100 Ländern der Welt verbreitet. Man geht von mehr als 22 000 Todesfällen pro Jahr, verursacht durch das Dengue – Fieber, aus. In den letzten Jahren sind mit dem Denguevirus infizierte Aedesmücken auch in Südfrankreich und Norditalien beobachtet worden. Derzeit gibt es keine Medikamente gegen diese Erkrankung, der Mückenschutz stellt die einzige Möglichkeit dar sich vor einem Dengue – Fieber zu schützen. 

Nutzen Sie die Möglichkeiten zum Schutz vor diesen Krankheiten und lassen Sie sich entsprechend beraten. Dann können Sie Ihren Urlaub auch in gesundheitlichen Risikoländern  genießen und mit vielen neuen Eindrücken aus fernen Ländern und Regionen gesund wiederkommen.

             Ihr Praxisteam