Praxis-Info März 2019

 

Liebe Patientin, lieber Patient,

unsere Praxis ist aus organisatorischen Gründen am 04. 05. und 06. März geschlossen. Wir bitten um ihr Verständnis und wünschen frohe Faschingstage.

Außerdem möchten wir Sie über eine personelle Veränderung in unserem Praxisteam informieren. Ab dem 01.03. wird Frau Maria Kubisova als Weiterbildungsassistentin zur Fachärztin für Allgemeinmedizin unser Ärzteteam unterstützen. Wir wünschen ihr einen guten Anfang.

Frau Brigitte Kohlberger nimmt ab sofort, nach längerer krankheitsbedingter Abwesenheit, ihre Aufgaben in unserer Praxis wieder wahr. Das Team und unsere Patienten haben sie vermisst. Wir freuen uns sie wieder in unserem Team zu haben!

Die diesjährige Influenzawelle hat uns in den letzten Wochen heftigst beschäftigt. Wir mussten im Januar bis Februar wieder zahlreiche schwerwiegende Influenzaerkrankungen diagnostizieren und therapieren. Wir möchten Sie deshalb bereits jetzt bitten, sich für den Herbst 2019 einen Impftermin  gegen die Virusgrippe vorzumerken. Keiner der an Influenza Erkrankten wird nämlich nach unserer Erkenntnis noch einmal ohne eine Grippeimpfung in die Saison  2019/2020 gehen.

 

Impfungen sind nun einmal die beste Vorbeugung gegen zahlreiche Krankheiten und der beste „Nachhilfeunterricht“ für unser Immunsystem. Deshalb möchten wir Sie auch in dieser Praxisinformation zu einer gerade für unsere Gegend wichtigen Impfung beraten.

Mit Beginn der warmen Jahreszeit lauern Zecken überall wo es feucht und warm ist. Bei einer Zählung in den Isarauen wurden im Sommer 2015 auf einen Quadratmeter Wiesenfläche 1 400 Zecken gefunden! Beim Stich/Biss kann dieser Parasit verschiedene Krankheiten auf den Menschen übertragen.

Die gefährlichsten Krankheiten, die von Zecken auf den Menschen übertragen werden können, sind die Früh-Sommer-Meningo- Enzephalitis (FSME) und die Borreliose.

Man geht derzeit davon aus, dass 4,5% der Zecken mit einer dieser Erkrankung oder mit beiden infiziert sind. Statistiken zeigen, dass zum Beispiel der FSME-Erreger bei jedem 50sten bis 1000sten Biss einer Zecke übertragen wird.

Untersuchungen zufolge verbirgt sich hinter jeder 10. so genannten Sommergrippe eine FSME-Infektion. Bei 10% der infizierten Patienten befällt das FSME-Virus das Gehirn mit einem möglicherweise tödlichen Verlauf durch eine Atemlähmung oder es kommt  zu bleibenden Schäden, wie etwa einer nicht mehr therapierbaren Lähmung der Arme oder Beine.

Jeder, der sich in unserer Region im Freien aufhält, ist dem Risiko eines Zeckenbisses ausgesetzt. Aber man muss nicht einmal vor die Türe gehen, denn auch Haustiere, wie Katzen und Hunde, können infizierte Zecken in das Haus bringen.

Vorsichtsmaßnahmen, wie das sorgfältige Absuchen des Körpers nach einem Aufenthalt im Freien sowie das rasche fachgerechte Entfernen von Zecken können das Infektionsrisiko verringern. Schützende Kleidung, wie langärmelige Hemden und lange Hosen, erschweren der Zecke, auch Holzbock (Ixodes ricinus) genannt, den infizierenden Biss. Wer aber trägt schon eine solche „Schutzkleidung“ in der warmen Jahreszeit?

Deshalb ist der wirklich sinnvolle Schutz gegen die FSME nur die Impfung,  da eine medikamentöse Behandlung nach Ausbruch der Erkrankung nicht möglich ist. Die Impfung besteht aus drei Injektionen innerhalb eines Jahres. Die zweite Injektion erfolgt vier Wochen nach der ersten Impfung und bietet jetzt bereits einen sehr guten Impfschutz. Die dritte Impfung erfolgt 6 bis 12 Monate nach der ersten Injektion zur Sicherung des Impferfolges. Eine „Auffrischimpfung“ sollte, je nach Antikörperspiegel  alle drei  Jahre erfolgen.

 Schützen Sie sich und Ihre Familienangehörigen gegen die schwerwiegenden Folgen einer FSME-Infektion. Wir halten den Impfstoff für Sie in unserer Praxis vor. Lassen Sie sich jetzt impfen und sollten Sie bereits in früheren Jahren gegen die FSME geimpft worden sein, so lassen Sie Ihren aktuellen Impfschutz jetzt überprüfen!

 

Die Lyme-Borreliose ist eine weitere Erkrankung, die durch Zecken übertragen werden kann. Sie verläuft mit Fieber, Gelenkschmerzen und Hautrötungen, die nach einer Inkubationszeit von einer bis elf  Wochen auftreten. Diese Erkrankung kann jedoch im Gegensatz zur FSME, so sie rechtzeitig erkannt wird, mit einem Antibiotikum erfolgreich behandelt werden.

Durch einen Zeckenbiss können aber auch andere Krankheitserreger, wie Rickettsien, Anaplasmen und die mit dem Malariaerreger verwandten Babesien den Weg in unseren Körper finden. Rickettsien verursachen das Fleckfieber, Anaplasmen schwere fieberhafte Erkrankungen mit Übelkeit und Erbrechen, Babesien  eine Erkrankung, die im Verlauf und Schwere der Malaria tropica ähnelt und deshalb auch die „Malaria des Nordens“ genannt wird. Auch bei diesen Erkrankungen ist, wie bei der Borreliose, eine Therapie mit Antibiotika möglich.

Wir stehen Ihnen jederzeit für eine Impfung gegen die FSME und zur Beratung bei weiteren Fragen zum Thema „Zeckenbiss“ zur Verfügung.

Ihr Praxisteam